Sie war(en) da
Wo: FRAU* schafft Raum, Nussdorfer Straße 4, 1090 Wien
Eine partizipative Audioinstallation mit visueller Erinnerungscollage
Jede Frau*, die durch einen Femizid aus dem Leben gerissen wurde, hinterlässt Spuren – flüchtig, leise, verstreut. Wir sind schockiert über die Ereignisse, aber in der Öffentlichkeit bleiben die betroffenen Stimmen oft ungehört. „Sie war(en) da“ ist eine begehbare Audioinstallation, die versucht, diesen Stimmen Raum und Resonanz zu geben. Das folgende Konzept setzt sich aus drei Ebenen zusammen. Einer Audioinstallation, einer Möglichkeit zur Partizipation, sowie gezeichneten Erinnerungen.
Das Ausstellungsprogramm wird juriert und es gibt je Aufruf 3 Ausstellungsprojekte, die eine Zusage zur Projektumsetzung erhalten. Die Jury des 3.Open Call setzte sich zusammen aus Julia Hartmann (Kuratorin), Stefanie Huhndorf (Menschenrechtsbüro der Stadt Wien), Heidemarie Kargl (Frauenservice der Stadt Wien), Ana Halina Ringleb (Künstlerin) und Nina Schedlmayer (Kunstjournalistin). Den Jurorinnen wurden alle Einreichungen anonymisiert präsentiert - auf dieser Basis wurde die Projektvergabe erteilt.
Flüstern gegen das Vergessen (Audioinstallation)
Im Innenraum des Kunstraums sind mehrere kleine Lautsprecher angebracht. Sie geben Stimmen wieder von Menschen, die Opfer (wie Nadine W.) kannten – Erinnerungen, Sätze, Geräusche, die mit dem Leben von Frauen, die Opfer eines Femizids wurden und seither nicht mehr in unserer Mitte sein können, verbunden sind. Beispiele: „Sie hat beim Kaffee am Morgen immer gerne Zeitung gelesen.“ „Ich erinnere mich daran, wie gerne sie gelacht hat.“ „Sie war so hilfsbereit.“
Durch die Stimmen entsteht ein mehrschichtiges, atmosphärisches Flüstern, das den Raum trägt, ohne je laut zu sein. Besucher*innen sind eingeladen zuzuhören.
Partizipation via WhatsApp
Besucher*innen werden eingeladen persönliche Erinnerungen an Opfer per Sprachnachricht, Textbeitrag, oder eigener Zeichnung (via WhatsApp & Signal +43 677 627 412 21) zu teilen. „Kanntest du sie? Oder eine wie sie? Möchtest du deine Erinnerung teilen?“ steht über einem QR-Code, der zur Teilnahme einlädt.
Die eingehenden Nachrichten werden gesammelt, bearbeitet und anonymisiert (um Identitäten zu schützen) und in die Installation integriert. So wächst das Erinnerungsbild im Zuge der Ausstellungsdauer. Die Stimmen werden lebendiger und vielschichtiger - durch echte Stimmen, im Hier und Jetzt. Gelebte Erinnerungskultur.
Die Installation wird 1x monatlich um neue Erinnerungen ergänzt.
Visuelle Spurensicherung
Gezeigt wird eine Collage aus gezeichneten Erinnerungen in div. Formaten, die im Raum hängen (von der Decke abgehängt). Eine vielschichtige Dokumentation - basierend auf Gesprächen, Nachrichten und Geschichten entstehen reduzierte Zeichnungen (zB. Bleistift und Fineliner) mit tagebuchartigem Charakter. Sie machen sichtbar, was kaum in Worten zu fassen ist und zeigen Fragmente eines zerrissenen Lebens.
„Sie war(en) da“ versteht sich nicht als Anklage oder Heldinnenverklärung. Es ist ein leiser Gegenentwurf zum Vergessen. Ein kollektives Denkmal aus Stimmen, Erinnerungen und Bildern. Ein Raum, in dem man bleibt, weil man hinhören will. Sie werden nicht auf das Opfer sein reduziert– sondern wir halten das gelebte Leben in Ehren.
JULIA BUGRAM (*1988) ist eine interdisziplinär arbeitende Künstlerin, die sich intensiv mit gesellschaftspolitischen Themen auseinandersetzt. Sie engagiert sich in verschiedenen Vereinen, u.a. als Vorstandsmitglied von IntAkt.
Sie war(en) da (2026), mixed media
Wir laden euch herzlich zu unserem Fundraising Rave ein
14. August, am Gleis 19 in Wien
UNITYCODE, Gleis 19 und die Drogerie Wien veranstalten gemeinsam einen Fundraising Rave, bei dem der gesamte Erlös unserer Arbeit gegen Gewalt an Frauen und Kindern zugute kommt.
Jedes Ticket, jeder Besuch und jede Unterstützung leistet einen Beitrag zu unserer Arbeit gegen Gewalt an Frauen und Kindern. Feiert mit uns für einen guten Zweck, lernt neue Menschen kennen und werdet Teil einer wachsenden Community, die zeigt, dass elektronische Musikkultur und Solidarität gegen Gewalt Hand in Hand gehen.
Wir freuen uns auf euch.
Mehr Informationen: https://www.volume.at/events/unitycode-x-drogerie-fuer-aoef-2026-08-14/

Foto: Mark Angelo Sampan/pexels.com
Ab Mitte August schlagen wir ein neues Kapitel in unserer Vereinsgeschichte auf: Gewaltbetroffene Frauen und Mädchen unterstützen, stärken, informieren und Zivilcourage in der Gesellschaft nachhaltig fördern – das ist seit jeher das Fundament unserer Arbeit. Um diese wichtigen Aufgaben künftig noch effektiver und zukunftsorientierter umzusetzen, bündeln wir unsere Kräfte an einem zentralen Ort.
Die Projekte des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) ziehen aus bisher drei Standorten in ein neues, gemeinsames Büro.
Durch das Zusammenführen unserer Teams und Projekte unter einem Dach nutzen wir wertvolle Synergien, der direkte Austausch vor Ort stärkt unsere tägliche Arbeit im Gewaltschutz, verkürzt Kommunikationswege und schafft neue Raumkapazitäten für Beratung, Vernetzung und Prävention.
Unser neuer Standort auf einen Blick
Ab Mitte August erreichen Sie uns an folgender Adresse:
Tannhäuserplatz 2/4. OG/11+26, 1150 Wien
Alle gewohnten Telefonnummern, E-Mail-Adressen sowie Ihre bekannten Ansprechpersonen bleiben unverändert erreichbar.
Der neue Standort im 15. Wiener Gemeindebezirk ist bestens an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Partner*innen, Wegbegleiter*innen und freuen uns darauf, Sie ab August in unseren neuen Räumlichkeiten zu begrüßen.

Foto: cottonbro studio / pexels.com
Dank der First Vienna FC 1894 Supporters ziert die Nummer unserer Frauenhelpline gegen Gewalt 0800 222 555 die Fanblock-Bande in der Naturarena Hohe Warte.
Ein riesengroßes DANKE an die First Vienna Footballclub 1894 Supporters und den First Vienna FC 1894. Die Werbebande vor dem Fanblock wird den Autonomen Frauenhäusern Österreichs (AÖF) unentgeltlich zur Verfügung gestellt und bietet damit eine prominente Plattform im Umfeld der Vienna.
Im Rahmen des Aktionstages gegen Gewalt an Frauen organisierten die Fans einen Info- und Spendenstand und spendeten ihre Becherspenden vollständig an die Autonomen Österreichischen Frauenhäuser (AÖF).
Warum diese Sichtbarkeit im Fußball so wichtig ist:
Während großer Sportereignisse steigt häusliche Gewalt nachweislich an. Gewalt hat im Sport keinen Platz und wird nicht durch Spiele verursacht, dennoch können Alkoholkonsum, Gruppendynamiken und emotionale Anspannung oft als Katalysator für bestehende Muster von häuslicher Gewalt wirken. Umso wertvoller ist dieser Beitrag der Vienna-Fans, um direkt im Stadion Aufmerksamkeit zu schaffen und Betroffenen Wege aus der Gewalt aufzuzeigen.
Wir bedanken uns herzlich für das starke Engagement und euren Zusammenhalt! ✊
Weitere Informationen: https://www.firstviennafc.at/news/2026-04-02/gemeinsam-fuer-ein-gewaltfreies-leben-die-vienna-unterstuetzt-die-autonomen-frauenhaeuser.html

Art Direction & Konzept der Bande: @steffisob Steffi Sobotka / elfinger.at
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