Liebe Unterstützer*innnen, liebe Partner*innen,
Im Namen des Vorstands der Autonomen Österreichischen Frauenhäuser (AÖF) möchten wir über einen Wechsel in der Geschäftsführung informieren und Beate Malekzadeh-Forstner herzlich in ihrer neuen Rolle als Geschäftsführerin des AÖF willkommen heißen. Alle laufenden Projekte werden selbstverständlich nahtlos fortgeführt.
Mit Beate Malekzadeh-Forstner gewinnt der AÖF eine engagierte und erfahrene Managerin mit langjähriger Expertise im Finanz- und Kulturmanagement. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit und auf ihre wertvolle Expertise in dieser verantwortungsvollen Funktion.
Gleichzeitig spricht der Vorstand seinen herzlichen Dank an Maja Markanović-Riedl aus, für ihr außergewöhnliches Engagement und die wertvolle Arbeit in den vergangenen zwei Jahren, in denen sie die Entwicklung des Vereins maßgeblich mitgestaltet und wichtige Impulse gesetzt hat.
Das Führungsgremium des Vereins, bestehend aus dem Vorstandsteam Elisabeth Cinatl, Ingrid Lenzeder, Kathrin Heis und Iga Zakrzewska, bleibt weiterhin unverändert und bildet auch künftig das Leitungsgremium des Vereins. Kontinuität und inhaltliche Expertise des AÖF werden damit wie gewohnt und in enger Zusammenarbeit mit der neuen Geschäftsführung fortgeführt.
Für Fragen und Anliegen an die AÖF-Geschäftsführung wenden Sie sich ab sofort gerne an Beate Malekzadeh-Forstner unter

Wir suchen: Mitarbeiter*in Förderwesen
Du hast Erfahrung im Förderwesen? Der AÖF sucht Verstärkung im Bereich der Förderabrechnung (w/m/d)!
Facts: 20 Wochenstunden, Beginn ab sofort, Gehalt nach KV SWÖ Verwendungsgruppe 7.
Bei Interesse an dieser abwechslungsreichen Tätigkeit freuen wir uns über eine aussagekräftige Bewerbung (Lebenslauf inklusive Motivationsschreiben) an:
Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) ist die Dachorganisation der autonomen Frauenhäuser in Österreich und bietet zahlreiche weitere Angebote im Gewalt- und Opferschutzbereich sowie in der Gewaltpräventionsarbeit. Der AÖF engagiert sich auf allen drei Ebenen der Gewaltprävention: Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention.
Dazu zählen die Informationsstelle gegen Gewalt, die Frauenhelpline gegen Gewalt, der HelpChat Onlineberatung für Frauen und Mädchen, das sozialraumorientierte Nachbarschaftsprojekt „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“, das BAKHTI – Zentrum für Empowerment sowie EU-Projekte. Mehr Informationen auf www.aoef.at
Wir freuen uns auf ein Kennenlernen!
Weiters gibt es momentan wieder offene Praktikumsstellen.
Weitere Informationen: Praktikum beim Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF)

Am 23. April gehen wir gemeinsam auf die Straße. Laufe oder radle mit uns 3 km durch Simmering und setze ein Zeichen gegen Partnergewalt!
Unser Lauf ist kein Wettbewerb, sondern ein Miteinander
Das heißt: Wir achten aufeinander und warten auch zusammen, damit wir alle gemeinsam ins Ziel kommen.
** HIER GEHT'S ZUR ANMELDUNG **
WANN?
Start ist um 18.00 Uhr.
Davor gibt es ab 17.00 Uhr ein kleines Programm am Platz vorm Bildungszentrum Simmering, Gottschalkgasse 10.
Der Lauf endet gegen 19.00 Uhr.
Die Teilnahme ist kostenlos.
WER?
Mitmachen können alle, die mit uns ein Zeichen gegen Partnergewalt setzen wollen.
WIE?
Zieht euch entsprechende (sportliche) Kleidung und Schuhe an, damit ihr euch wohl fühlt. Vor Ort könnt ihr gegen eine freie Spende grüne und blaue StoP-T-Shirts erwerben - So sind wir als Gruppe sichtbarer und unser Anliegen wird nach außen hin noch besser erkennbar. Wem es nicht möglich ist zu laufen, der*die kann sehr gerne auch mitradeln oder -rollen.
WIR
StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt ist ein Gewaltpräventionsprojekt, das Nachbarschaften für das Thema Partnergewalt sensibilisiert und Zivilcourage fördert. Das StoP-Projekt wird vom Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) koordiniert.
Macht mit beim Lauf gegen Partnergewalt, zeigt Haltung und bewegt etwas mit uns! Wir freuen uns auf euch!
Bild: pexels.com / Celine Ylmz
MARVOW 2.0 stärkt Gewaltschutz für ältere Frauen – Einladung zum Online-Abschlussevent am 23. März 2026
Das europäische Projekt MARVOW 2.0 zeigt in seiner Abschlussveranstaltung, wie Schutz und Unterstützung für ältere Frauen verbessert werden können.
Wien, 20. März 2026. Gewalt gegen ältere Frauen bleibt häufig unsichtbar, unter anderem weil ihre Lebenssituationen durch komplexe Faktoren wie Abhängigkeiten, Krankheit oder Isolation geprägt sind. Unterstützungsangebote und Schutzstrukturen sind oft nicht ausreichend auf diese spezifischen Herausforderungen abgestimmt.
Das europäische Projekt MARVOW 2.0 (Multi-Agency Response to Violence against Older Women) setzt genau hier an und liefert konkrete Vorschläge, um Schutz und Unterstützung nachhaltig zu verbessern. Seit 2023 haben neun europäische Partnerorganisationen gemeinsam mit zahlreichen Expert*innen daran gearbeitet, eine koordinierte, multidisziplinäre Antwort auf diese oft übersehene Form von Gewalt zu stärken. Fachkräfte wurden gezielt geschult, die Zusammenarbeit zwischen Opferschutzeinrichtungen verbessert und praxisnahe Instrumente für den Arbeitsalltag entwickelt.
Gewalt im Alter: unterschätzt, untererfasst – und oft unsichtbar
Gewalt endet nicht mit einem bestimmten Alter. Aktuelle europäische Studien zeigen: Rund ein Viertel der Frauen zwischen 65 und 74 Jahren hat bereits geschlechtsspezifische Gewalt erlebt. Gleichzeitig bleibt ein Großteil der Fälle verborgen: Viele Betroffene sprechen nicht darüber, EU-weit meldet nur etwa jede achte Betroffene Gewalt. Gerade im höheren Alter wird Gewalt häufig nicht erkannt. Abhängigkeiten, gesundheitliche Einschränkungen, soziale Isolation oder Scham erschweren es Betroffenen zusätzlich, Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Hinzu kommt eine strukturelle Lücke: Europäische Datenerhebung endet bei 74 Jahren, wodurch die Situation von Frauen über 75 kaum erfasst ist.
| " Wir wissen aus früheren Projekten und aus besonders auch aus unserer eigenen Praxis, dass die koordinierte Zusammenarbeit der unterschiedlichen Unterstützungsdienste zentral ist. Mit MARVOW 2.0 bieten wir konkrete Ansätze, wie koordinierte multi-institutionelle Zusammenarbeit tatsächlich umgesetzt werden kann – und stellen Werkzeuge zur Verfügung, die Fachkräfte im Alltag unterstützen. - Martina Knoll, Projektkoordinatorin MARVOW 2.0 |
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Von der Erkenntnis zur Umsetzung: Zusammenarbeit konkret gestalten
Die Effektivität des Schutzes hängt dabei maßgeblich von der Kooperation verschiedener Institutionen ab, insbesondere von Opferschutzeinrichtungen, Pflege- und Gesundheitseinrichtungen, sozialen Diensten, der Polizei, der Justiz und von Täterprogrammen. Diese Zusammenarbeit ist sowohl auf individueller Ebene als auch im Rahmen struktureller Maßnahmen erforderlich, um eine umfassende und wirksame Prävention und Intervention zu gewährleisten.
Konkrete Werkzeuge für die Praxis
Im Projekt MARVOW 2.0 wurden nachhaltige Ergebnisse erzielt, die Fachkräfte direkt unterstützen:
- Ein Handbuch zur Gestaltung koordinierter multiinstitutioneller Zusammenarbeit bei Fällen von Gewalt gegen ältere Frauen
- Eine spezifische Risikofaktoren-Checkliste zur Einschätzung von Gewalt gegen ältere Frauen, die gängige Tools ergänzen
- Trainingsprogramme für unterschiedliche Berufsgruppen
- Politische Empfehlungen zur langfristigen Stärkung von Gewaltschutzstrukturen
Diese Instrumente tragen dazu bei, Gewalt gegen ältere Frauen besser zu erkennen, angemessen zu reagieren und die Zusammenarbeit zwischen Institutionen strukturiert zu gestalten.
Österreichische Beteiligung
In Österreich war der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) als Projektkoordinatorin maßgeblich beteiligt. Die im Projekt entwickelten Ansätze sollen nun weiter verbreitet und in bestehende Systeme integriert werden, um den Gewaltschutz für ältere Frauen nachhaltig zu stärken.
Weiterhin großer Handlungsbedarf
Trotz Fortschritten bleibt Gewalt gegen ältere Frauen in Politik und Praxis oft unzureichend berücksichtigt. Prävention, Schutz und Unterstützung orientieren sich noch zu selten an den spezifischen Lebensrealitäten älterer Frauen. Auch der Umgang mit älteren Tätern sowie die langfristige Absicherung von Maßnahmen stellen weiterhin Herausforderungen dar.
Statistikquellen: EUROSTAT, FRA, EIGE: EU gender-based violence survey, 2024
Titelbild: A M/unsplash
Einladung zum Online-Abschlussevent
Zum Abschluss des Projekts laden wir herzlich zum öffentlichen Online-Event ein: Das Event bietet Einblicke in zentrale Projektergebnisse und zeigt, wie koordinierte Zusammenarbeit in der Praxis gelingen kann.
Datum: 23. März
Uhrzeit: 10:00 Uhr
Ort: Online: https://us02web.zoom.us/j/83446656974?pwd=IT5lSjhfFeqcE2z5azz96b2esUwxrk.1
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
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Weitere Beiträge …
- Frauenhelpline gegen Gewalt 0800 222 555 erreicht mehr Frauen
- Der AÖF zum 8. März 2026
- MARVOW 2.0. Abschlusskonferenz: „Unseen no more!“ – Gewalt an älteren Frauen sichtbar machen
- Mehr häusliche Gewalt an Weihnachten: Hilfe holen, auch an Feiertagen
- 16 Tage gegen Gewalt an Frauen - Online Kampagne und AÖF Kalender






