Aviso / Presseaussendung
Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF)

MARVOW 2.0 stärkt Gewaltschutz für ältere Frauen – Einladung zum Online-Abschlussevent am 23. März 2026
Das europäische Projekt MARVOW 2.0 zeigt in seiner Abschlussveranstaltung, wie Schutz und Unterstützung für ältere Frauen verbessert werden können.
Wien, 20. März 2026. Gewalt gegen ältere Frauen bleibt häufig unsichtbar, unter anderem weil ihre Lebenssituationen durch komplexe Faktoren wie Abhängigkeiten, Krankheit oder Isolation geprägt sind. Unterstützungsangebote und Schutzstrukturen sind oft nicht ausreichend auf diese spezifischen Herausforderungen abgestimmt.
Das europäische Projekt MARVOW 2.0 (Multi-Agency Response to Violence against Older Women) setzt genau hier an und liefert konkrete Vorschläge, um Schutz und Unterstützung nachhaltig zu verbessern. Seit 2023 haben neun europäische Partnerorganisationen gemeinsam mit zahlreichen Expert*innen daran gearbeitet, eine koordinierte, multidisziplinäre Antwort auf diese oft übersehene Form von Gewalt zu stärken. Fachkräfte wurden gezielt geschult, die Zusammenarbeit zwischen Opferschutzeinrichtungen verbessert und praxisnahe Instrumente für den Arbeitsalltag entwickelt.
Gewalt im Alter: unterschätzt, untererfasst – und oft unsichtbar
Gewalt endet nicht mit einem bestimmten Alter. Aktuelle europäische Studien zeigen: Rund ein Viertel der Frauen zwischen 65 und 74 Jahren hat bereits geschlechtsspezifische Gewalt erlebt. Gleichzeitig bleibt ein Großteil der Fälle verborgen: Viele Betroffene sprechen nicht darüber, EU-weit meldet nur etwa jede achte Betroffene Gewalt. Gerade im höheren Alter wird Gewalt häufig nicht erkannt. Abhängigkeiten, gesundheitliche Einschränkungen, soziale Isolation oder Scham erschweren es Betroffenen zusätzlich, Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Hinzu kommt eine strukturelle Lücke: Europäische Datenerhebung endet bei 74 Jahren, wodurch die Situation von Frauen über 75 kaum erfasst ist.
| " Wir wissen aus früheren Projekten und aus besonders auch aus unserer eigenen Praxis, dass die koordinierte Zusammenarbeit der unterschiedlichen Unterstützungsdienste zentral ist. Mit MARVOW 2.0 bieten wir konkrete Ansätze, wie koordinierte multi-institutionelle Zusammenarbeit tatsächlich umgesetzt werden kann – und stellen Werkzeuge zur Verfügung, die Fachkräfte im Alltag unterstützen. - Martina Knoll, Projektkoordinatorin MARVOW 2.0 |
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Von der Erkenntnis zur Umsetzung: Zusammenarbeit konkret gestalten
Die Effektivität des Schutzes hängt dabei maßgeblich von der Kooperation verschiedener Institutionen ab, insbesondere von Opferschutzeinrichtungen, Pflege- und Gesundheitseinrichtungen, sozialen Diensten, der Polizei, der Justiz und von Täterprogrammen. Diese Zusammenarbeit ist sowohl auf individueller Ebene als auch im Rahmen struktureller Maßnahmen erforderlich, um eine umfassende und wirksame Prävention und Intervention zu gewährleisten.
Konkrete Werkzeuge für die Praxis
Im Projekt MARVOW 2.0 wurden nachhaltige Ergebnisse erzielt, die Fachkräfte direkt unterstützen:
- Ein Handbuch zur Gestaltung koordinierter multiinstitutioneller Zusammenarbeit bei Fällen von Gewalt gegen ältere Frauen
- Eine spezifische Risikofaktoren-Checkliste zur Einschätzung von Gewalt gegen ältere Frauen, die gängige Tools ergänzen
- Trainingsprogramme für unterschiedliche Berufsgruppen
- Politische Empfehlungen zur langfristigen Stärkung von Gewaltschutzstrukturen
Diese Instrumente tragen dazu bei, Gewalt gegen ältere Frauen besser zu erkennen, angemessen zu reagieren und die Zusammenarbeit zwischen Institutionen strukturiert zu gestalten.
Österreichische Beteiligung
In Österreich war der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) als Projektkoordinatorin maßgeblich beteiligt. Die im Projekt entwickelten Ansätze sollen nun weiter verbreitet und in bestehende Systeme integriert werden, um den Gewaltschutz für ältere Frauen nachhaltig zu stärken.
Weiterhin großer Handlungsbedarf
Trotz Fortschritten bleibt Gewalt gegen ältere Frauen in Politik und Praxis oft unzureichend berücksichtigt. Prävention, Schutz und Unterstützung orientieren sich noch zu selten an den spezifischen Lebensrealitäten älterer Frauen. Auch der Umgang mit älteren Tätern sowie die langfristige Absicherung von Maßnahmen stellen weiterhin Herausforderungen dar.
Statistikquellen: EUROSTAT, FRA, EIGE: EU gender-based violence survey, 2024
Titelbild: A M/unsplash
Einladung zum Online-Abschlussevent
Zum Abschluss des Projekts laden wir herzlich zum öffentlichen Online-Event ein: Das Event bietet Einblicke in zentrale Projektergebnisse und zeigt, wie koordinierte Zusammenarbeit in der Praxis gelingen kann.
Datum: 23. März
Uhrzeit: 10:00 Uhr
Ort: Online: https://us02web.zoom.us/j/83446656974?pwd=IT5lSjhfFeqcE2z5azz96b2esUwxrk.1
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
Rückfragen
Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF)
Martina Knoll
Projektkoordinatorin MARVOW 2.0
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Presseaussendung
Zum Weltfrauentag am 8. März 2026
Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF)

Bild: AÖF/Lydia Mantler
Frauenhelpline gegen Gewalt 0800 222 555 erreicht mehr Frauen
Die Frauenhelpline verzeichnet einen kontinuierlichen Anstieg an Beratungen, der Bedarf bleibt weiterhin hoch. Immer mehr Frauen nutzen das kostenlose und anonyme Beratungsangebot.
Wien, 5. März 2026. Zum Internationalen Frauentag zeigt ein aktueller Blick in die Statistik der Frauenhelpline gegen Gewalt: Immer mehr Frauen und ihr Umfeld holen sich Unterstützung und Informationen zum Thema Gewalt. In den vergangenen zwei Jahren ist die Zahl der Anruferinnen bei der Frauenhelpline um rund 20 % gestiegen. Für den Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) ist das ein wichtiges Signal: Unterstützungsangebote werden stärker angenommen.
“Mehr Anrufe bedeuten vor allem: Frauen werden aufmerksamer auf Hilfsangebote und finden öfter den Mut anzurufen. Das zeigt, dass Information, Sichtbarkeit und Erreichbarkeit wirken", so Stefani Doynova, neue Teamleitung der Frauenhelpline gegen Gewalt.
Den Großteil der Hilfesuchenden machen Frauen aus. Im Jahr 2025 wurden rund 5.000 Anrufe (Telefonberatungen und Informationsgespräche) von Frauen gezählt, um rund 11 % mehr als 2024. Die Zahl der Männer, die sich an die Frauenhelpline wandten, blieb mit rund 300 Fällen in etwa konstant.
Diese Entwicklungen zeigen, dass nicht nur Opfer häuslicher oder sexualisierter Gewalt bereit sind, sich Unterstützung zu holen. Auch die Sensibilisierung und Hilfestellung durch das direkte Umfeld der Gewaltbetroffenen wird sichtbar. Vor allem aber holen sich mehr Frauen Hilfe und Unterstützung durch die Frauenhelpline, die nicht oder noch nicht von Gewalt betroffen sind. Neben Gewalt sind Beziehung und psychische Gesundheit die häufigsten Themen der Anrufenden.
Ausblick: Ab 2026 wird die Frauenhelpline ihre Datenerfassung nochmals erweitern. Künftig sollen spezifische Gewaltformen, etwa der Einsatz von K.o.-Mitteln oder Gewalt im Kontext von Obsorge und in der unmittelbaren Verwandtschaft systematisch miterfasst werden. Die Anonymität und Vertraulichkeit der Gespräche bleibt selbstverständlich unangetastet. Diese Erweiterung der Statistik erlaubt es, die Problemlagen der Anruferinnen noch differenzierter zu analysieren. So können Präventionsmaßnahmen noch gezielter abgeleitet werden. Die politisch Verantwortlichen sind gefordert, wirksame Maßnahmen zu setzen und die nachhaltige Finanzierung von Hilfsangeboten sicherzustellen.
| Interview mit der neuen Teamleitung der Frauenhelpline gegen Gewalt, Stefani Doynova. | ![]() |
Frage: An wen wendet sich das Angebot der Frauenhelpline gegen Gewalt 0800 222 555?
Stefani Doynova: Die Frauenhelpline richtet sich in erster Linie an Frauen und Mädchen, die von Gewalt betroffen sind. Sie ist eine erste Anlaufstelle für alle, die Beratung oder akute Unterstützung in einer Krisensituation brauchen. Wichtig ist aber: Auch Angehörige, Freund*innen und Nachbar*innen können sich an uns wenden. Viele wissen nicht, wie sie helfen sollen. Für all diese Anliegen sind wir da.
Frage: Was passiert konkret, wenn jemand anruft?
Stefani Doynova: Am anderen Ende sitzt eine erfahrene Beraterin aus unserem multiprofessionellen Team. Das Gespräch ist anonym und kostenlos. Zuerst geht es um Entlastung und Stabilisierung. Wir hören zu, ordnen die Situation gemeinsam ein und klären, welche nächsten Schritte sinnvoll sind. Je nach Bedarf vermitteln wir weiter, etwa an Frauenhäuser, Gewaltschutzzentren oder Frauen- und Mädchenberatungsstellen. Welche Schritte die Frau gehen will, kann sie immer für sich selbst entscheiden.
Frage: Die Zahlen zeigen mehr Kontakte. Wie interpretieren Sie diese Entwicklung?
Stefani Doynova: Wir sehen das grundsätzlich als positives Signal. Wenn die Anrufe steigen, bedeutet das auch, dass das Thema Gewalt enttabuisiert wird und unser kostenloses Angebot der Frauenhelpline bekannter wird. Öffentlichkeitsarbeit, Kampagnen und die stärkere Präsenz zeigen Wirkung. Gleichzeitig ist klar: Gewalt gegen Frauen ist weiterhin ein gesamtgesellschaftliches Problem. Unser Auftrag bleibt daher unverändert dringlich.
Frage: Welche neuen Entwicklungen beobachten Sie inhaltlich?
Stefani Doynova: Seit 2026 erfassen wir vertieft Beratungsthemen wie den Einsatz von K.o.-Mitteln und Gewalt in der Verwandtschaft sowie Fragen rund um Themen wie Obsorge. Wir beobachten auch, dass sich mehr Frauen Hilfe und Unterstützung durch die Frauenhelpline holen, die nicht oder noch nicht von Gewalt betroffen sind. Das zeigt, dass viele Frauen auf das Thema aufmerksam werden und den Wunsch haben, sich zu informieren.
Frage: Welche Rolle spielt der HelpChat, die Onlineberatung gegen Gewalt für Frauen und Mädchen, die in Österreich leben?
Stefani Doynova: Unsere Erfahrung zeigt, dass der HelpChat die Hemmschwelle, sich Unterstützung zu holen, senkt. Viele Betroffene möchten nicht telefonieren, sei es, weil viele jüngere Frauen lieber schreiben, Sprachbarrieren bestehen oder diskretes Telefonieren gerade nicht möglich ist. Für sie ist der HelpChat unter www.helpchat.at oft der erste, niederschwellige Zugang zu Beratung gegen gegen häusliche Gewalt.
Frage: Was können Angehörige oder Freund*innen konkret tun, wenn sie Betroffene kennen oder Gewalt in ihrem Umfeld erleben?
Stefani Doynova: Das Wichtigste ist: zuhören und ernst nehmen! Betroffene Frauen brauchen in dieser Situation keine schnellen Tipps. Sie brauchen Vertrauen und Sicherheit, dass ihnen geglaubt wird. Hilfreich ist: ruhig ansprechen, Unterstützung anbieten, nichts aufzwingen und Informationen zu Hilfsangeboten wie der Frauenhelpline 0800 222 555 teilen.
Frage: Wo können sich Angehörige informieren?
Stefani Doynova: Direkt bei der Frauenhelpline. Wir beraten ausdrücklich auch das Umfeld. Zusätzlich verweisen wir an Frauen- und Mädchenberatungsstellen und spezialisierte Angebote. Niemand muss mit dieser Unsicherheit allein bleiben.
Frage: Wie können wir Betroffenen das Gefühl geben, dass sie sich melden können?
Stefani Doynova: Indem wir als Gesellschaft klar signalisieren: Gewalt ist keine Privatsache. Sich Hilfe zu holen, ist ein mutiger Schritt. Die Sichtbarkeit von Hilfsangeboten ist entscheidend. Jede Kampagne, jeder Hinweis auf die Nummer der Frauenhelpline 0800 222 555 kann dabei helfen, die Gewaltspirale zu beenden.
Mediendownloads
Bild Frauenhelpline gegen Gewalt 01 Header Beratung, Bild Frauenhelpline gegen Gewalt Anruf 1, Bild Frauenhelpline gegen Gewalt Anruf 2 , Bild Stefani Doynova, Teamleitung Frauenhelpline
Credits: AÖF/Lydia Mantler
Factbox:
- Frauenhelpline gegen Gewalt 0800 222 555, rund um die Uhr, kostenlos, vertraulich, auf Wunsch anonym, mehrsprachig.
- Onlineberatung HelpChat: Mo-Fr 18.00–20.00 Uhr, anonym, kostenlos, vertraulich.
- Wer kann sich melden: von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen, Angehörige und Personen aus dem Umfeld.
- Beratungsangebot: Erst- und Krisenberatung, Orientierung in sozialen und rechtlichen Fragen, Entlastungsgespräche und gezielte Weitervermittlung an regionale Frauenschutzeinrichtungen und Beratungsstellen.
Unterstützen Sie den Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser:
AÖF-Spendenkonto
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ERSTE Bank, BLZ: 20111
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BIC/SWIFT: GIBAATWWXXX
www.aoef.at/finanzielle-unterstuetzung
paypal.me/vereinaoef
Rückfragen:
Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF)
Lydia Mantler
Leitung Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +43 660/9060611
Man(n) kümmert sich – nicht nur zum Equal Care Day!
Presseinformation
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Am 3. Februar 2026 findet in Brüssel die Konferenz “Unseen no more! Policies and partnerships to protect older women from violence” statt – ein zentraler Höhepunkt des EU-Projekts MARVOW 2.0.
Die Veranstaltung bringt europäische Entscheidungsträger:innen, Vertreter:innen der Zivilgesellschaft und Fachpersonen aus der Praxis zusammen, um die im Projekt erarbeiteten Ergebnisse vorzustellen.
MARVOW 2.0 vernetzt seit seinem Start 2019 und nun schon in der zweiten Laufzeit Expert:innen, Unterstützungsdienste und politische Akteur:innen aus ganz Europa, um einen koordinierten, multiinstitutionellen Ansatz zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt gegen ältere Frauen zu entwickeln. Im Rahmen des Projekts wurden u. a. Risikobewertungstools, Schulungen für Fachkräfte und die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Diensten erarbeitet. Diese Ergebnisse stehen im Mittelpunkt der Diskussionen in Brüssel.
Konkrete Empfehlungen
Bei der MARVOW 2.0-Abschlusskonferenz werden insbesondere die im Projekt erarbeiteten Empfehlungen für den politischen Rahmen auf EU-Ebene sowie für die jeweiligen Partnerländer vorgestellt.
Für Österreich lauten die Empfehlungen: Das Modell der koordinierten, multiinstitutionellen Zusammenarbeit in Fällen von Gewalt gegen ältere Frauen soll systematisch implementiert werden, alle relevanten Interessengruppen einbeziehen und eine kontinuierliche Verbesserung der Richtlinien und Verfahren innerhalb der beteiligten Institutionen gewährleisten.
Zu diesem Zweck sollen regelmäßige, systemweite Steuerungsgruppen nach dem Vorbild des MARVOW‑2.0-Ansatzes eingerichtet werden. In diesen Sitzungen können die teilnehmenden Institutionen ihre Zusammenarbeit überprüfen, systemische Herausforderungen diskutieren und Verbesserungen auf politischer und prozeduraler Ebene identifizieren. Ebenso sollen sichere und vertrauliche Kommunikationskanäle geschaffen werden, um den Austausch von Instrumenten und Informationen zu erleichtern, die das Verständnis für die spezifischen Formen von Gewalt gegen ältere Frauen fördern.
Im Zweifelsfall muss der Schutz der Opfer Vorrang vor Datenschutzbedenken haben. Ergänzend wird die Einführung eines regional angepassten, alterssensiblen Rahmens empfohlen, der systemische und kulturelle Barrieren berücksichtigt. Darüber hinaus sollen altersspezifische Protokolle in polizeiliche und gerichtliche Verfahren integriert, eine nationale Sensibilisierungskampagne mit Schwerpunkt auf Gewalt gegen ältere Frauen umgesetzt und finanzielle Mittel für altersgerechte Unterstützungsdienste gesichert werden.

Über "Unseen no more!"
Die Konferenz wird vollständig in Präsenz abgehalten und umfasst Vorträge, Panel-Diskussionen und Fachgespräche, in denen Wege erörtert werden, wie politische Strategien, partnerschaftliche Kooperationen und institutionelle Netzwerke verbessert werden können, um ältere Frauen vor Gewalt zu schützen. Ziel ist es, die Erkenntnisse aus MARVOW 2.0 einer breiten europäischen Fachöffentlichkeit zugänglich zu machen und den Dialog zwischen Praxis, Politik und Zivilgesellschaft zu vertiefen.
Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) leitet das Projekt seit seinem Start 2019 und setzt seine koordinierende Rolle mit MARVOW 2.0 seit April 2023 erfolgreich fort.
Weitere Informationen zu MARVOW 2.0 und der „Unseen no more!“-Konferenz finden Sie auf der Projektwebsite: marvow.eu und marvow.eu/unseen-no-more-conference
Weihnachtliche Spendenaktion für AÖF-Frauenhäuser: „Wunschzettel“ unterstützt von Gewalt betroffene Frauen und Kinder
In der Vorweihnachtszeit ruft der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) zur Spendenaktion „Wunschzettel“ auf.
Wien, 15.12.2025. Wenn wir zu Weihnachten ein sorgfältig ausgewähltes Geschenk öffnen, bereitet uns das große Freude. Frauen in Frauenhäusern stehen jedoch häufig vor akuten Herausforderungen, bei denen schnelle und unkomplizierte Hilfe entscheidend ist. Die Möglichkeit, selbst zu bestimmen, was im Moment am dringendsten gebraucht wird, schenkt Sicherheit und Halt.
Ihre Spende sorgt dafür, dass Hilfe genau dort ankommt, wo sie sofort gebraucht wird. Deshalb ruft der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) zur jährlichen Spendenaktion „Wunschzettel“ auf. Mit Geldspenden ermöglichen Sie flexible Soforthilfe. Gespendete Gutscheine helfen, einen konkreten Bedarf zu decken oder sich einen kleinen Wunsch zu erfüllen – zum Beispiel für Einkäufe, Haushaltswaren, Möbel oder Freizeitangebote. So unterstützen Sie direkt Frauen und Kinder, die in AÖF-Frauenhäusern Schutz vor Gewalt gefunden haben.
Warum Spenden so wichtig sind
Jede dritte Frau in Österreich erlebt ab ihrem 15. Lebensjahr mindestens einmal körperliche und/oder sexualisierte Gewalt. Für Betroffene ist das Frauenhaus ein Ort, an dem sie Schutz und Unterstützung finden. Besonders zu Weihnachten, wenn Konflikte zu Hause zunehmen, wächst der Bedarf an Unterbringung, Betreuung und finanzieller Hilfe.
Gutscheine helfen, wo es am dringendsten benötigt wird
In diesem Jahr freuen wir uns vor allem über gespendete Gutscheine. Während Sachspenden nach wie vor willkommen sind, geben Gutscheine und Geldspenden Frauen die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, was ihnen und ihren Kindern wirklich hilft – ob Kleidung, Lebensmittel, Bücher oder ein kleiner persönlicher Wunsch. Das stärkt nicht nur die Selbstbestimmung der Bewohnerinnen, sondern vermittelt auch ein Stück Normalität in einer Situation, die häufig von Unsicherheiten und Verlust geprägt ist.
Sachspenden können weiterhin abgegeben werden, stellen für die AÖF-Frauenhäuser jedoch oft eine logistische Herausforderung dar. Gutscheine und Geldspenden hingegen erleichtern die Arbeit erheblich und können gezielt dort eingesetzt werden, wo der Bedarf am größten ist. So kommt die Unterstützung genau dort an, wo sie am dringendsten gebraucht wird.
Ob ein Einkaufsgutschein für Lebensmittel, Kleidung, Drogerie- und Haushaltsartikel oder vielleicht ein Gutschein für einen Kinobesuch oder Freizeitaktivitäten der Kinder – Schenken Sie Selbstbestimmung und Kraft für einen Neuanfang!
So helfen Sie
- Unter „Wunschzettel“ auf der AÖF-Website erfahren Sie, wie Sie eines der 16 autonomen Frauenhäuser in Österreich direkt unterstützen können.
- Unterstützen Sie mit Geld, Gutscheinen oder, nach Absprache, gezielten Sachspenden.
- Unternehmen können die AÖF-Frauenhäuser in ihrer Region bei Weihnachtsaktionen und jährlichen Projekten aktiv unterstützen – wir vernetzen Sie gerne und begleiten Ihr Engagement!
- Spenden bringen nicht nur weihnachtliche Freude, mit einer Geldspende unterstützen Sie die wichtige ganzjährige Arbeit der Frauenhäuser!
Spenden an die AÖF-Frauenhäuser und den Verein AÖF sind steuerlich absetzbar. Seit 2017 trägt der Verein AÖF das Spendengütesiegel.
Wir danken allen Spender*innen, die mit ihrer Unterstützung in der Weihnachtszeit ein Zeichen der Solidarität setzen – und Frauen und Kindern in den AÖF-Frauenhäusern ein Stück Sicherheit, Wärme und Normalität schenken.
Finanzielle Unterstützung
Sie möchten die AÖF-Frauenhäuser direkt unterstützen? Wir freuen uns über Ihre Spende auf das Frauenhaus-Spendenkonto:
Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser
ERSTE Bank
BLZ: 20111
IBAN: AT89 2011 1841 3643 6100
BIC/SWIFT: GIBAATWWXXX
Spende an die AÖF-Frauenhäuser: PayPal
Wenn Sie den Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser und seine Projekte unterstützen möchten, freuen wir uns über Ihren Beitrag auf das AÖF-Spendenkonto:
Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser
ERSTE Bank
BLZ: 20111
IBAN: AT77 2011 1841 3644 3300
BIC/SWIFT: GIBAATWWXXX
Spende an den Verein AÖF: PayPal
Medien-Downloads für Website & Social Media:
Wunschzettel (1080x1350px)
Über den AÖF
Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser wurde 1988 gegründet und ist die Netzwerkorganisation von 16 autonomen Frauenhäusern in Österreich. Er ist Informationsdrehscheibe, Unterstützung, Service und Vertretung für seine Mitglieder. Die Frauenhäuser bieten gewaltbetroffenen Frauen und ihren Kindern Schutz, Beratung und Unterstützung auf dem Weg in ein selbstbestimmtes, gewaltfreies Leben.
Pressekontakt:
Lydia Mantler
Leitung Öffentlichkeitsarbeit & Fundraising
Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF)
www.aoef.at
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