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    PA 21.10.2023: 22. Femizid! Frauen werden der Reihe nach ermordet. Wo bleibt der Aufschrei der Regierung?

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    Presseinformation

    22. Femizid! Frauen werden der Reihe nach ermordet. Wo bleibt der Aufschrei der Regierung?

    Der Verein AÖF fordert eine sofortige Gesamtstrategie zur Beendigung der Femizide und die Etablierung von "StoP-Stadteile ohne Partnergewalt" in allen Gemeinden

    Wien, 21.10.2023. Wir sind vollkommen geschockt und erschüttert. Zwei Frauen wurden von gestern auf heute, bzw. innerhalb eines Tages ermordet. Sie wurden Opfer von Männergewalt, wie so viele andere Frauen auch. Immer mehr Frauen leben in „High Risk- Situationen“. Femizide und Mordversuche steigen wieder sukzessive an. 2023 sind es bereits 22 Femizide und 37 Mordversuche.

    Aber was macht die Regierung? Sie schweigt. Sie ignoriert jeden Femizid. Es gibt kein Wort der Empörung, keine Empathie, kein Mitgefühl für die Angehörigen, keinen Aufschrei! Gewalt an Frauen wird verharmlost, obwohl es die größte Krise unserer Demokratie und Gesellschaft ist. Das ist Täterschutz und eine Form der Frauenverachtung.

    Es fehlt an einer Gesamtstrategie im Gewaltschutz und bei der Umsetzung der Istanbul-Konvention. Regierung, Bund und Länder arbeiten nicht gut zusammen. Alle sollte gemeinsam strategisch wirksame und nachhaltige Maßnahmen zur Beendigung der Gewalt setzen, wie z.B. einen Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen und an einer tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Mädchen. Gewalt an Frauen erfährt nur eine „Oberflächenbehandlung“. Das tiefsitzende Patriarchat mit den toxischen Verhalten und frauenverachtenden Einstellungen wird nicht an den Wurzeln gepackt und politisch prioritär behandelt. Damit sich radikal und fundamental etwas ändert, müsste viel Geld investiert werden, aber auch das passiert nicht.

    Informationskampagnen wirken nicht, solange sie nicht breit aufgestellt sind. Die große Bewusstseinskampagne "StoP-Stadtteile ohne Partnergewalt" hingegen steht auf mehreren Säulen und ist daher effizient und wirksam. StoP sollte daher in allen 2000 Gemeinden angesiedelt werden, so dass Männergewalt an Frauen keine Chance mehr hat. Die Umsetzung würde 81 Millionen Euro pro Jahr kosten. Das ist ein Bruchteil von 250 Millionen Euro, die wir seit Jahren für die Gewaltprävention fordern. www.stop-partnergewalt.at


    Kontakt:
    Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des Vereins AÖF und Koordinatorin von "StoP-Stadteile ohne Partnergewalt" in Österreich
    Tel.: 0664 793 0789
    E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. 

     

    Femizide & schwere Gewalt

    Stand: 04.09.2026  Weitere Infos

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