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    Filmnacht gegen Gewalt 2012

    Zum Auftakt der Ringvorlesung "Eine von fünf" sowie zum Auftakt der internationalen Kampagne "16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen" organisiert der Verein AÖF jedes Jahr im Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnerinnen der Ringvorlesung eine Auftaktveranstaltung.

     

    Über die Auftaktveranstaltung von "Eine von fünf" 2012:Filmnacht gegen Gewalt an Frauen und Kindern

    Eine Veranstaltung des Vereins AÖF im Rahmen der internationalen Kampagne 16 Tage gegen Gewalt an Frauen!

    Anlässlich der internationalen Kampagne 16 Tage gegen Gewalt an Frauen (25.11. - 10.12.) sowie als Auftaktveranstaltung der Ringvorlesung „Eine von fünf - Gewalt und Gesundheit im sozialen Nahraum“, die an der Medizinischen Universität Wien abgehalten wird, lädt Sie der Verein AÖF herzlich zur „Filmnacht gegen Gewalt an Frauen und Kindern“ ein!

    24. November 2012

    Top Kino (Rahlgasse 1, 1060 Wien)

    ab 17:45 Uhr

    Eintritt frei!

    Hier geht's zum Programm!

    Im Rahmen der Filmnacht wird eine Auswahl aktueller Filme gezeigt, die unterschiedliche Formen von Gewalt sowie deren Auswirkungen auf Frauen und Kinder auf eindringliche Weise thematisieren.
    Als Ehrengäste werden Gabriele Heinisch-Hosek, Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst, und Mag.a Johanna Mikl-Leitner, Bundesministerin für Inneres, erwartet.

    Um 21.00 Uhr findet eine Podiumsdiskussion, moderiert von Christoph Feurstein (ORF), statt. Mag.a Birgit Thaler-Haag (Geschäftsführerin Frauenhaus Salzburg), Mag. Romeo Bissuti (Leiter MEN und Obmann White Ribbon), Kirsi Marie Liimatainen (Regie des Films "Festung") und Katja Schröckenstein (Regie und Drehbuch "Schrittweise", angefragt) diskutieren über den filmischen Blick auf die Thematik sowie über den Status Quo und aktuelle Herausforderungen zum Thema „Gewalt an Frauen und Kindern“.

     

    18:00 Uhr

    Schrittweise - Wege aus der Gewalt

    Katja Schröckenstein/Jochen Graf - AT 2012, DVD, 27 min.

    Premiere

    Begriffe wie „Wegweisung“, „Betretungsverbot“ oder „Einstweilige Verfügung“ fallen oft im Zusammenhang mit Gewalt in der Familie. Doch was bedeuten sie eigentlich? Und was passiert, wenn eine Frau die Polizei ruft, wenn sie von ihrem Partner misshandelt wird? In "Schrittweise - Wege aus der Gewalt" nähert man sich diesen Fragen auf sensible Weise und zeigt, welche Hilfsangebote es von der Polizei und in weiterer Folge von Interventionsstellen/Gewaltschutzzentren für betroffene Frauen und ihre Kinder gibt.

    "Schrittweise - Wege aus der Gewalt“ ist der Titel einer Filmreihe, die vom Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser unter der Regie von Katja Schröckenstein und 2012 auch von Jochen Graf Einblicke produziert wird und mögliche Wege aus Gewaltbeziehungen gibt. Der erste, 2011 vom Verein AÖF produzierte Teil erzählt vom Alltag im Frauenhaus und dem Beratungsangebot der Frauenhelpline gegen Männergewalt (0800/222 555).

    Der zweite Teil von "Schrittweise - Wege aus der Gewalt" feiert innerhalb der Filmnacht seine Kinopremiere! Für die Realisierung dieses Projekts 2012 möchten wir einigen Personen besonders danken:

    Regie: Jochen Graf und Katja Schröckenstein

    Produktion: AÖF, Maria Rösslhumer

    Drehbuch: Katja Schröckenstein, Maria Rösslhumer, Jochen Graf

    Kamera: Markus Harthum und Maria Otter

    Schnitt: Katja Schröckenstein und Jochen Graf

    DarstellerInnen:

    Frau Müller: Pia Hierzegger

    Herr Müller: Georg Schubert

    Lisa Müller: Luise Eberhart

    Paul Müller: Jakob Fiedermutz

    Polizeibeamtin: Elke B.

    Polizeibeamter: Christoph H.

     

    19:00 Uhr

    Festung

    Kirsi Marie Liimatainen - DE 2011, OmeU, BD, 91 min.

    Österreich-Premiere

    Berührend, behutsam und äußerst sensibel beschreibt die finnische Regisseurin Kirsi Marie Liimatainen die häusliche Gewalt gegen Frauen in ihrer schrecklichsten Form: in ihrer seelischen Auswirkung. Die Scham der Opfer, die Angst der Kinder und die Ignoranz des sozialen Umfeldes verurteilt die Leidtragenden zu passiver Hinnahme, versteckter Angst und Lügen.

    Auf brutale Gewaltszenen verzichtet Liimatainen. Aus der Perspektive der 13jährigen Johanna dringen die ZuschauerInnen immer tiefer in die familiären Zusammenhänge ein und erahnen sukzessive die Dimensionen der psychischen und physischen Gewalt. Sie werden gebannt mitgeführt auf dem Weg der heranwachsenden Johanna hin zu einer jungen Frau, die sich selbstbestimmt und souverän der unvermeidlichen Konfrontation stellt, in der beeindruckend intensiven Darstellung von Elisa Essig als Johanna.

    Bereits das Drehbuch von "Festung" sorgte für Aufsehen. Autorin Nicole Armbruster wurde im Rahmen der 60. Filmfestspiele in Berlin 2010 mit dem Thomas Strittmatter Drehbuchpreis ausgezeichnet.

     

    22:15 Uhr

    "Die Macht der Männer ist die Geduld der Frauen

    Cristina Perincioli, BRD 1978, DVD, 76 min.

    Addi wird von ihrem Mann jahrelang seelisch und körperlich schwer misshandelt. Als sie zufällig von der Existenz eines Frauenhauses erfährt, flüchtet sie gemeinsam mit ihrem Kind dorthin und kann dort ein neues Leben in Freiheit beginnen.

    Der Film von Cristina Perincioli zählt zu den ersten (parteilichen) Filmen über häusliche Gewalt und Frauenhäuser. Perincioli thematisiert das Tabuthema „Gewalt in der Ehe“ und liefert damit gleichzeitig ein Zeitdokument über die Anfänge der Frauenhäuser.

     

    Veranstalter:

    Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF)

    www.aoef.at

     


    Wir bedanken uns für die Unterstützung bei:

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