Kampagne "GewaltFREI LEBEN"

      www.gewaltfreileben.at


      „Jede fünfte Frau ist mindesten
      Sujet Kampagne GewaltFREI leben (beschädigter Käfig)s einmal in ihrem Leben Opfer von Gewalt – das ist alarmierend!“
      Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek, November 2013


      Gewalt an Frauen und Mädchen ist eine der häufigsten Menschenrechtsverletzungen unserer Zeit. Österreich hat sich durch die Unterzeichnung des UN-Übereinkommens zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung von Frauen (1979) verpflichtet, Frauenrechte als Menschenrechte anzuerkennen und alles zu tun, um Gewalt an Frauen zu verhindern. Im November 2013 wurde ein weiterer Schritt gesetzt und das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt ratifiziert.


      Gewalt hat viele Gesichter und gehört für viele Frauen noch immer zur täglichen Realität – ob in der Arbeitsstelle, im öffentlichen Raum, im eigenen Zuhause oder innerhalb einer Partnerschaft. Vor allem bei häuslicher Gewalt sind Kinder direkt oder indirekt immer mitbetroffen. Der im März 2014 erschienene Bericht der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA), der die Ergebnisse der weltweit größten Erhebung über Gewalt gegen Frauen vorstellt, zeigt ganz deutlich: Es gibt dringenden Handlungsbedarf. Noch immer ist jede 5. Frau in Österreich von Gewalt betroffen.

       

      Die Kampagne…
      Damit jede Frau das Recht auf Gewaltfreiheit leben kann, braucht es ein Umdenken der Gesellschaft. Im Rahmen der Kampagne GewaltFREI LEBEN – koordiniert vom Bundesministerium für Bildung und Frauen und vom Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) in Kooperation mit der Bundesjugendvertretung (BJV) und der Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie – wurden in den Jahren 2014 und 2015 eine Vielzahl an Projekten zur Präventionsarbeit in vielen gesellschaftlichen Bereichen umgesetzt und die Frauenhelpline gegen Gewalt (0800 222 555) bekannter gemacht.


      Im Rahmen von GewaltFREI LEBEN wurden große Projekte zentral organisiert: von der Sensibilisierung des Gesundheitsbereiches über die langfristige Vernetzung von verschiedenen Institutionen zur Sicherheitsplanung für Betroffene in Hochrisikosituationen bis zur Arbeit mit Medien und der Erstellung eines Leitfadens für verantwortungsvolle Berichterstattung über den Themenkomplex Gewalt gegen Frauen und Kinder. Weiters wurden Schwerpunkte auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gelegt – denn Gewaltprävention muss bei den Kleinsten beginnen –  und Netzwerke mit Migrantinnen(selbst)organisationen weiter ausgebaut –  um Barrieren im Zugang zu Hilfe und Recht abzubauen.

       

      …lebt durch ihre Partnerinnen und Partner!
      Im Zentrum der Kampagne stand die Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen aus allen gesellschaftlichen Bereichen. Partnerinnen und Partner konnten mit unserer Unterstützung Infoveranstaltungen in ihrer Einrichtung durchführen, in ihren Räumlichkeiten die Ausstellung „Silent Witnesses“ zeigen, mit unserer Hilfe das Thema in ihrer Arbeit verankern und Richtlinien im Umgang mit Gewalt in der eigenen Einrichtung entwickeln, an Aktionen mitwirken, künstlerische Beiträge leisten – den Ideen waren keine Grenzen gesetzt.

      Durch die finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen sowie der Österreichischen Lotterien kann der Verein AÖF einzelne Teilbereiche der Kampagne weiterführen: Die Zusammenarbeit mit Partnerinnen und Partnern (gemeinsame Organisation von Infoveranstaltung, Workshops, uvm.) wird ebenso fortgesetzt wie die verstärkte Bekanntmachung der Frauenhelpline gegen Gewalt 0800 / 222 555

      Gerne können Sie weiter Partnerin oder Partner von GewaltFREI LEBEN werden! Mit Ihrer Mitwirkung an GewaltFREI LEBEN leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Verhinderung von Gewalt an Frauen.

      Details zum Thema "Wie werde ich Partnerin oder Partner? Wie kann ich an der Kampagne teilnehmen oder die Kampagne unterstützen?" finden Sie auf der Website der Kampagne unter www.gewaltfreileben.at .

      Hier können Sie unser PartnerInnenblatt downloaden! (PDF 445 KB)

      ...oder im Onlineshop das Kampagnen-Plakat bestellen.

       

         

      News:

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      Femizide

      Mutmaßliche Femizide und Mordversuche 2022 laut Medienberichten

      Die Morde an Frauen in Österreich stiegen in den letzten Jahren kontinuierlich an – von 2014 bis 2018 haben sich die Morde an Frauen verdoppelt.

      Liste mutmaßliche Femizide 2022 laut Medienberichten (PDF)

      Liste mutmaßliche Mordversuche und schwere Gewalt an Frauen 2022 (PDF)

      Femizide in Österreich 2019-2021

       Datum         Morde                     Mordversuche / Schwere Gewalt

       17.10.

      2022

       28  25

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