Wien, 12.02.2014 Heute präsentierte Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek gemeinsam mit dem Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) im Rahmen einer Pressekonferenz den Song „One Billion Rising – WHY?“.
„One Billion Rising – WHY?“ von der österreichischen Singer-Songwriterin und Komponistin Maria Stern ist der österreichische Beitrag zur internationalen Kampagne „One Billion Rising – Eine Milliarde erhebt sich“. Mit Unterstützung von Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek und produziert vom Verein AÖF hat der Song vor allem eines zum Ziel: das Ende der Gewalt an Frauen und Mädchen. Prominente Künstlerinnen haben für die Aufnahmen ihre Stimme gegen Gewalt erhoben.
Der Song und das Video zu „One Billion Rising – WHY?“ stehen unter www.onebillionrising-why.com und auch auf YouTube bereit. Der Erlös aus der CD kommt dem Verein AÖF und österreichischen Frauenhäusern zugute.
27. Jänner 2014: Der Mord in Kufstein in Tirol an der jungen Studentin aus Frankreich löste in ganz Österreich tiefe Betroffenheit aus. Tragische Berichterstattungen über Gewalt an Frauen und Mädchen bis hin zu Mord sind leider kein Einzelfall. Besonders im sozialen Nahraum, also in der Familie oder im Freundeskreis, erleiden Frauen und Mädchen Gewalt. „Jede vierte bis fünfte Frau in Österreich ist mindestens einmal in ihrem Leben von Gewalt durch einen nahen Angehörigen betroffen“, berichtet Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser, AÖF. Die Kampagne „Ich unterstütze“ bietet Information und die Möglichkeit, sich gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu positionieren.
"Orange hilft" - auch 2012
Orange engagiert sich für Gewaltprävention
Wien, 18. April 2012: Mit 1. April 2012 ging die Initiative für soziale Kommunikation „Orange hilft“ in das dritte Jahr seines Bestehens. Sämtliche Freiminuten, die Orange-KundInnen am Ende des Monats nicht vertelefoniert haben, werden vom Mobilfunkbetreiber Orange in eine Spende für karitative Projekte in Österreich umgewandelt.
„Unsere Idee, Freiminuten nicht verfallen, sondern einem neuen Nutzen zukommen zu lassen, bringt uns viel positives Feedback“, freut sich Orange CEO Michael Krammer.
Bereits zum zweiten Mal werden auch Aktivitäten des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) gefördert.
Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) arbeitet seit vielen Jahren im Gewaltpräventionsbereich sowie in der Bekämpfung von Gewalt an Frauen und Kindern. Mit der Spendenaktion von Orange werden 3 Projekte unterstützt:
- Gewaltpräventionsarbeit in Form von Workshops und Seminaren an Schulen,
- die Homepage „gewalt-ist-nie-ok“, konzipiert für Kinder und Jugendliche und
- der HelpChat, eine Internet-Chat basierte Beratungseinrichtung für Gewaltopfer
15 Jahre Österreichisches Gewaltschutzgesetz
Wien, 30. April 2012: Vor 15 Jahren, am 01. Mai 1997, trat das erste österreichische Bundegesetz zum Schutz vor Gewalt in der Familie in Kraft. „Dieses Gesetz war richtungsweisend und wurde für viele Länder in Europa zum Modell“, so Rosa Logar, Geschäftsführerin der Wiener Interventionsstelle und eine der Pionierinnen, die damals im Rahmen des Vereins autonome Österreichische Frauenhäuser am Gesetz mitarbeitete. „Nicht die Opfer müssen flüchten, sondern die Gefährder werden von der Polizei der Wohnung verwiesen – das ist einer der Kernpunkte des Gesetzes“, so Logar.
In den 15 Jahren seit Bestehen des Gesetzes wurden von der Polizei mehr als 73.900 Wegweisungen durchgeführt. Allein in Wien wurden 28.469 Gefährder der Wohnung verwiesen.
Opferschutzeinrichtungen klagen an:
Wegweisung reicht bei wiederholter Gewalt nicht aus!
Wien, 29. Mai 2012: „Mit großer Bestürzung und Trauer haben wir am Sonntag vom Tod von Berk erfahren, nachdem ihm sein Vater in den Kopf geschossen hat“, so Maria Rösslhumer vom Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser und Rosa Logar von der Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie.
„Eine polizeiliche Wegweisung ist bei einem Täter, der wiederholt Gewalt ausübt und droht, nicht das geeignete Mittel. Die Staatsanwaltschaft hätte hier wie im Gesetz vorgesehen die Haft beantragen müssen, dann könnte Berk noch leben!“, klagt Rosa Logar an. Die wiederholte Gewalt und die Drohungen des Vaters waren den Behörden bekannt. „Laut Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte und des UN Frauenrechtskomitees müssen die Behörden die Opfer mit effektiven Maßnahmen schützen“, betont Logar.
Weitere Beiträge …
- PA 05.06.2012 Frauenhäuser sind wichtige Schutzeinrichtungen
- PA 14.06.2012 Appell an VerfassungsrichterInnen
- PA 17.07.2012 Verfassungsgerichtsurteil verstärkt Ungleichberechtigung zwischen Frauen und Männern
- PA 12.12.2012 Appell an die Medien zur Mithilfe bei Verhinderung von schwerer Gewalt
- PA 03.12.2012 Wunschzettel der Frauenhäuser
- PA 26.11.2012 Frauenhelpline 0800/222 555 bietet Hilfe bei Gewalt
- PA 22.11.2012 16 Tage gegen Gewalt an Frauen
- PA 12.10.2012 Frauenhäuser befürchten Belastungen durch neues Kindschaftsänderungsgesetz
- PA 21.06.2013 Frauenhäuser fordern Opferschutz statt Täterschutz
- PA 12.03.2013 Arbeitsgruppe fordert mehr Rechte für Migrantinnen
- PA 07.03.2013 Bedarf notwendig wie eh und je






