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EU-Projekt RESPONSE – Multi-institutionelle V…

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EU-Projekt RESPONSE – Multi-institutionelle Verantwortung im Frauengesundheitsbereich bei Verdacht auf geschlechterbasierter Gewalt bei schwangeren Frauen und Müttern

Ziel ist es, die Zahl der betroffenen Patientinnen, die sich medizinischem Personal anvertrauen und daraufhin an Opferschutzeinrichtungen weitervermittelt werden können, zu erhöhen Forschungsergebnisse zeigen, dass Frauen, die Betroffene von geschlechterbasierter Gewalt...

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Handbuch zur Prävention geschlechtsbasierter …

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Handbuch zur Prävention geschlechtsbasierter Gewalt in der Flüchtlingsbetreuung

Neuer Leitfaden "Gemeinsam Gewaltfrei" der Johanniter-Flüchtlingshilfe Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser setzt sich für alle Frauen ein, die auf der Flucht vor jeglicher Form von Gewalt sind, egal ob im familiären...

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Internationaler Frauentag: dm setzt sichtbare…

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Internationaler Frauentag: dm setzt sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Frauenhelpline auf dm Taschentücherndm setzt sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen dm drogerie markt setzt ein klares Zeichen gegen Gewalt an Frauen: Auf allen losen Taschentüchern der dm Marke Soft &...

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Plausch & Tausch für den guten Zweck

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Plausch & Tausch für den guten Zweck

Ein Frühlings-Tausch-Event zur Unterstützung der Autonomen Frauenhäuser. Jede von uns kennt das: Wir hängen an Dingen, die nur hängen - im Kleiderkasten. Uns liegt an Pullovern und Accessoires, die bloß noch...

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Der Verein AÖF trauert um Sabine Oberhauser

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Der Verein AÖF trauert um Sabine Oberhauser

  Der Verein AÖF trauert zutiefst um Sabine Oberhauser Die Mitarbeiterinnen der autonomen Frauenhäuser, der Frauenhelpline und des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) sind zutiefst betroffen und traurig über den Tod von...

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IMPLEMENT- Spezialisierte Unterstützung für Opfer von Gewalt im Gesundheitssystem Europas

EU-Daphne-Projekt: JUST/2013/DAP/AG/5361implement_logo.jpg

Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser - AÖF hat gemeinsam mit 5 Organisationen aus anderen europäischen Ländern (Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Italien und Rumänien) das zweijährige EU-Projekt im Rahmen des Daphne-Programmes mit dem Titel: IMPLEMENT: SPECIALISED SUPPORT FOR VICTIMS OF VIOLENCE IN HEALTH CARE SYSTEMS ACROSS EUROPE umgesetzt.

 
Der Projektzeitraum von IMPLEMENT war von 1.10.2014 bis 30.09.2016Cover von Trainingsmanual

Das Trainingshandbuch "Geschlechtsbasierte Gewalt" für medizinische Fachkräfte können Sie hier downloaden: Trainingshandbuch 

Das Handbuch ist auch auf Englisch verfügbar: Manual

Link zur Website: www.gbv-implement-health.eu

 

 

 


Das Projekt wurde von Expertinnen und Experten (so genannte Advisory Group Members) aus Belgien, Deutschland und England unterstützt. Darüber hinaus wurden zwei TrainerInnen aus England eingeladen, ihre Erfahrungen aus dem Model IRIS einzubringen und die Trainings durchzuführen. Der Verein AÖF hat ein eigenes Trainingsmaterial basierend auf bestehenden Handbüchern von WAVE (Women Against Violence Europe) und UNFPA (UN-Population Fund Agency) für das Projekt entwickelt und in die jeweiligen 6 Sprachen übersetzen lassen.

Das Projekt zielte darauf ab, das Gesundheitssystem in den 6 Ländern dahingehend zu verbessern, um gewaltbetroffene Menschen, insbesondere Frauen und Mädchen, umfassend zu unterstützen. Dazu wurde vor allem bei der Schulung und Sensibilisierung des gesamten medizinischen Personals hinsichtlich geschlechtsbasierter Gewalt (so genannte gender-based violence) angesetzt, mit dem Ziel, gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus dem Gewaltpräventionsbereich Opferschutzgruppen in den Krankenhäusern zu installieren – nach dem Vorbild von Österreich und mit Rückbezug auf weitere bewährte Modelle aus Europa.

Die zentralen Schwerpunkte des Projekts IMPLEMENT waren:

  1. Kooperation mit einem Krankenhaus in dem jeweiligen Land, welches bereit war, das Thema gender-based violence im Krankenhaus zu implementieren und gewaltbetroffene Menschen, insbesondere Frauen umfassend zu unterstützen und Opferschutzgruppen zu installieren.

  2. Zur Verfügungstellen einer medizinischen Projektleiterin/Expertin / eines medizinischen Projektleiters/Experten im Krankenhaus, die / der bereit war, an einem zweitägigen Trainingsseminar (stattgefunden im AKH in Wien von 21. bis 22. Mai 2015, Trainingssprache Englisch) teilzunehmen und sich als Multiplikatorin / Multiplikator ausbilden zu lassen und anschließend 3 Ausbildungstrainings mit dem medizinischen Personal gemeinsam mit einer Gewaltschutzexpertin aus dem Opferschutzbereich (Frauenhaus oder Gewaltschutzzentrum) im jeweiligen Land durchzuführen. (Insgesamt sollten etwa 48 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Krankenhaus geschult werden, von Mangagement, Medizinerinnen und Medizinern und Hebammen bis hin zum Pflegepersonal.)
    Dauer des Trainings: 6 Stunden mit jeweils etwa 15 bis 16 Teilnehmenden).
  1. Gemeinsame und partnerschaftliche Umsetzung von IMPLEMENT durch die medizinische Projektleiterin/Expertin bzw. den medizinischen Projektleiter/Experten des Krankenhauses und durch die Gewaltschutzexpertin.

  2. Berichterstattung und Dokumentation der jeweiligen Trainings und Mitwirkung an der Evaluation

Es erfolgte eine vertragliche Vereinbarung zwischen den Projektleiterinnen und -leitern von IMPLEMENT und den Gewaltpräventionsexpertinnen und -experten sowie den medizinischen Projektleiterinnen.


Hintergrund des Projekts IMPLEMENT:

Das Gesundheitswesen in Europa nimmt eine wesentliche Schlüsselrolle bei der Identifizierung von Opfern von geschlechtsspezifischer Gewalt ein. Oft wird diese wichtige Rolle und Aufgabe nicht oder noch nicht ausreichend wahrgenommen. Da das Krankenhauspersonal in der Regel den ersten und häufigsten Kontakt zu den Betroffenen hat, sind sie in der einmaligen Lage, das Schweigen der Opfer zu brechen und die entscheidende und wichtige Betreuung zu gewährleisten. Da Frauen und Kinder, die Opfer von Gewalt geworden sind, meistens viele Jahre mit den gesundheitlichen Konsequenzen zu kämpfen haben, ist es unbedingt notwendig und erforderlich, Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt zu erkennen und eine umfassende Hilfestellung anzubieten. Hier liegt die größte Schwachstelle: Das Krankenhauspersonal scheitert oftmals in der Erkennung von Patientinnen und Patienten, die Gewalt oder andere Formen von Missbrauch erfahren haben und behandelt demnach nur die unmittelbaren Beschwerden. Die Gelegenheit, eine Verbindung zu spezialisierten Opferschutzstellen herzustellen, wird oft nicht genutzt. Diese spezialisierten Einrichtungen selbst haben jedoch oft nicht die Infrastruktur oder die rechtlichen Rahmenbedingungen, um die erforderliche Hilfe bereitzustellen. Es ist daher unumgänglich, dass das Personal des Gesundheitswesens auf geschlechtsspezifische Gewalt reagiert und eine entscheidende Rolle zum Schutz der Gesundheit und Rechte der Frauen einnimmt.

Das Projekt IMPLEMENT bezieht sich auf 2.2.1 des Support for victims of violence (SVV) des EU-Daphne-Programmes, wonach in 6 europäischen Ländern räumliche Einrichtungen bzw. Opferschutzgruppen mit entsprechender spezialisierter Unterstützung für Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt implementiert werden sollen. Sie sollen nicht nur eine Anlaufstelle für Notfälle sein, sondern eine umfassende und konkrete Hilfe und Erstversorgung, aber auch Geburtsvorbereitung anbieten.

Der begünstigte Kreis sind Frauen, die nicht nur Hilfe in einem Notfall brauchen, sondern auch Geburtshilfe als Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt suchen, sowie auch das Krankenhauspersonal (Ärztinnen und Ärzte, Pflegepersonal, Hebammen) selbst, welches die medizinische Betreuung bereitstellt.

Zielgruppen sind geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Gewaltpräventionsbereich, die die Erstversorgung von Opfern vornehmen; Geburtshelferinnen/Notfallpersonal innerhalb des pragmatischen Umfeldes eines Krankenhauses, die nicht dafür ausgerichtet sind, Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt mit ihren besonderen Bedürfnissen zu betreuen; politische Entscheidungsträgerinnen und -träger die dafür zuständig sind, die Ressourcen zu verteilen und die institutionellen Maßnahmen für die Unterstützung der Opfer innerhalb des Umfeldes des Krankenhauses zu setzen, .


Ziele von IMPLEMENT:

Auf- und Ausbau räumlicher Einrichtungen bzw. sogenannter Opferschutzgruppen in 6 EU-Ländern, um die spezialisierte Hilfestellung für Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt in einem Krankenaus bzw. Geburtshilfe- oder Notfallambulanz zu gewährleisten.


Zielerreichung von IMPLEMENT - 4 Schritte:

1. Analyse der Ausstattung und der gegebenen Situation in den jeweiligen 6 Partnerländern; Identifikation der Stärken und Schwächen des jeweiligen Gesundheitswesens

2. Anwendung von multimedialen Interventionen wie Diskussionen, Simulationen und Rollenspiele, um 6 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Gewaltpräventionsbereich zusammen mit 6 Angehörigen des Krankenhauspersonals, die dabei vor allem als klinische Expertinnen und Experten fungieren, auszubilden.
2-tägiges train-the-trainer-Seminar: Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung ist die Schulung des medizinischen Personals, welches die Vermittlerfunktion innerhalb der jeweiligen Institution übernimmt, gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Gewaltprävention, da sie so zu einer Informationsquelle für ihr Team werden. Dadurch kann die Aufmerksamkeit des Krankenhauspersonals erhöht werden, was eine Verhaltensänderung gegenüber Opfer von geschlechterspezifischer Gewalt zum Ziel hat. Der Austausch begünstigt eine Arbeitskooperation zwischen medizinischem und Gewaltpräventionspersonal, wodurch ein System der Zuweisung zwischen Krankenhaus und Opferschutzstelle begünstigt wird.

3. Gemeinsames Abhalten von Ausbildungsseminaren: Die klinische Expertin / der klinische Experte des Krankenhauses und die Expertin / der Experte der Opferschutzstelle halten gemeinsam die Ausbildungsseminare vor Ort (3 x 6 Stunden) ab. Um Praxisnähe zu gewährleisten, werden diese Seminare entweder direkt im Krankenhaus oder in der Umgebung einer Geburtshilfe- oder Notfallambulanz abgehalten.

4. Sensibilisierung auf politischer Ebene: Parallel zu den Trainings wird die Sensibilisierung und Interessenvertretung auf politischer Ebene forciert. Hierbei werden gezielt politische Entscheidungsträgerinnen und -träger eingebunden, um auf institutioneller Ebene die Maßnahmen für die spezialisierte Betreuung von Opfern geschlechtsspezifischer Gewalt innerhalb des Gesundheitswesens zu fördern.


Die Evaluation des Projektes macht sich vorrangig an zwei Ergebnissen fest: die aufgezeichneten Patientinnen und Patienten, die zur Opferschutzstelle überwiesen wurden, und die erfassten Fälle von häuslicher Gewalt in den elektronischen Patientenakten.

 

Partnerorganisationen von IMPLEMENT:

Die für dieses Projekt ausgewählten Partnerinnen und Partner wurden anhand ihrer Expertise im Feld der geschlechtsspezifischen Gewalt und Interventionen im Gesundheitssystem, sowie ihrer Erfahrung in komplexen länderübergreifenden Projekten ausgewählt. Das Team für dieses Projekt besteht aus 6 Organisationen, die Erfahrung in der theoretischen wie in der praktischen Arbeit im Feld der geschlechtsspezifischen Gewalt und dem Gesundheitswesen gesammelt haben. Hierbei hat der Verein AÖF die übergreifende koordinierende Rolle aller 6 Partnerländer übernommen. Die Partner lauten:

  • BGRF (BU) – The Bulgarian Gender Research Foundation
  • BBU (RO) – The Babes-Bolyai University Department of Environmental and Occupational Health at the Cluj School of Public Health
  • GESINE Network/Kompetenzzentrum Frauen und Gesundheit NRW (DE)
  • LAMORO (IT) – LAMORO Development Agency
  • PSYTEL (FR) - Kooperative unabhängiger ExpertInnen
  • 2 TrainerInnen aus England
  • 4 ExpertInnen aus dem medizinisch wissenschaftlichen Bereich, Belgien, UK und Deutschland

 

Vorbild dieses Projektes ist Österreich, wo bereits Opferschutzgruppen laut Gesetz implementiert wurden und werden mussten und der Verein AÖF gemeinsam mit österreichischen ExpertInnen aus der Medizin, Polizei und Opferschutz an der Implementierung von Opferschutzgruppen aktiv mitgewirkt hat und eine enge Kooperationen vor allem in Wien erarbeitet hat.

Ziel ist es, solche Opferschutzgruppen in den Krankenhäusern der Bundesländer zu installieren, um die Flächendeckung von Opferschutzgruppen in Österreich auszubauen.

Wenn man davon ausgeht, dass in Österreich eine von fünf Frauen mindestens einmal Opfer von Gewalt in ihrem Leben wird bzw. mit Gewalt konfrontiert wird, sollte das Netz von Erstanlaufstelle, vor allem in Krankenhäusern, ausgebaut werden, um eine schnelle und kompetente Erstversorgung zu ermöglichen.

Maria Rösslhumer

Die Informationsstelle gegen Gewalt wird gefördert von

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