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    PA 28.06.2024: Unterstützung für Frauenschutzeinrichtungen in Krisenzeiten: EU-Projekt TRUST erfolgreich abgeschlossen

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    Presseinformation

    Unterstützung für Frauenschutzeinrichtungen in Krisenzeiten: EU-Projekt TRUST erfolgreich abgeschlossen

     Wien, 28.6.2024. Der AÖF - Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser war von 2022 bis 2024 am EU-Projekt „TRUST - Standardisiert anwendbare Formen der Unterstützung und Instrumente in Krisensituationen“ beteiligt. Ziel des Projekts war es, die Kapazitäten und Widerstandsfähigkeit von Fraueneinrichtungen zu stärken, um ihre Hilfsleistungen und Interventionen während und nach der COVID-19-Krise effektiver anzupassen und zu erweitern. Zudem sollten Maßnahmen zur Vorbereitung auf zukünftige Krisen entwickelt werden. Das Projekt wurde nun erfolgreich abgeschlossen.

    Krisen verschärfen Ungleichheiten und Gewalt

    Die Pandemie verschärfte bestehende Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern und führte weltweit zu einem alarmierenden Anstieg von häuslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt1, was eine immense Belastung für die Hilfsorganisationen darstellte. Die Organisationen waren enorm gefordert, um die deutlich gestiegene Anzahl an Frauen, die aufgrund von Gewalt, Missbrauch und Traumata Hilfe suchten, adäquat zu unterstützen und zu begleiten.

    Seit der Covid-19-Pandemie hat sich die Situation nicht beruhigt. Wir sind fortwährend mit unterschiedlichen Arten von Krisen befasst und stehen ständig vor neuen Herausforderungen. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat europaweit zu einer massiven Teuerung geführt. Die Teuerungskrise verschärft finanzielle Abhängigkeiten, erschwert den Ausweg aus Gewaltsituationen aufgrund gestiegener Kosten und intensiviert die Komplexität der Fälle bei gewaltbetroffenen Frauen und Kindern. Die Nachfrage nach Unterstützung durch Frauenschutzeinrichtungen steigt entsprechend an. Diese multiplen Krisen haben deutliche Auswirkungen auf Frauen und ihre Kinder.

    Strategien für Krisensituationen entwickelt

    TRUST entwickelte Strategien und Resilienzen, die auch auf andere Krisen anwendbar sind. Dazu gehörten die Erfassung und Bewertung von Maßnahmen, die von Fraueneinrichtungen ergriffen wurden, die Entwicklung von Unterstützungsinstrumenten zur Verbesserung der Nachhaltigkeit und Widerstandsfähigkeit der Einrichtungen, sowie die Förderung und Stärkung des Fachpersonals.

    Die erprobten Praktiken und Tools sollen Fraueneinrichtungen dabei unterstützen, Frauen und ihre Kinder, die Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt geworden sind, mit einem opferzentrierten und geschlechtsspezifischen Ansatz auch in Zeiten multipler Krisen wirksam zu unterstützen und zu schützen.

    Die Projektergebnisse umfassen einen TRUST-Länderbericht für Österreich, das „Manual of Change - Collection of practices and processes for Women Support Services“ sowie ein „Manual of Operation“. Mehr Informationen siehe hier.

     

    1 Häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder nahm während der Pandemie zu, da Lockdowns, Quarantänevorschriften und Ausgangsbeschränkungen sowohl logistische Probleme bei der Bereitstellung sicherer Räume für Betroffene als auch Einschränkungen beim Zugang zu Frauenschutzeinrichtungen verursachten, und der Weg aus Gewaltsituationen erheblich erschwert wurde.

     

    Kontakt:

    Mag.a Alicja Świtoń, Geschäftsführung
    AÖF - Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser 
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    mobil: +43 (0) 660 90 60 610  

    Mag.a Martina Knoll, MA, Project and Grant Officer
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    mobil: +43 (0) 660 48 31 654
    www.aoef.at 

     

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