
Presseaviso
Gewalt gegen ältere Frauen sichtbar machen
Zahl der Femizide an älteren Frauen auf beunruhigendem Höchststand
Wien, 28.02.2025. Im Jahr 2024 wurden 27 Frauen von Männern aus ihrem unmittelbaren Umfeld ermordet. 14 von ihnen waren über 60 Jahre alt – das ist mehr als die Hälfte; eine beunruhigend hohe Zahl.
Es liegt nicht am Alter, sondern an den Strukturen.
Häusliche Gewalt trifft Frauen in jedem Alter. Die Gewalt geht meist von Ehemännern und Partnern aus. Wo starre Geschlechterrollen auf Altersdiskriminierung treffen, sind ältere Frauen besonders gefährdet, Opfer von häuslicher Gewalt zu werden.
Gewalt gegen ältere Frauen ist weniger sichtbar.
Obwohl Frauen über 60 verhältnismäßig häufig häusliche Gewalt erleben, finden sie selten den Weg zu spezialisierten Frauenberatungseinrichtungen. In den vergangenen zwei Jahren waren durchschnittlich weniger als 8% der Anruferinnen bei der Frauenhelpline über 60. In den autonomen österreichischen Frauenhäusern sind im Durchschnitt rund 2% der Bewohnerinnen in dieser Altersgruppe. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Es braucht konkrete Maßnahmen, um diese Frauen zu erreichen sowie eine erhöhte Sensibilisierung der Allgemeinbevölkerung.
Aus diesem Anlass lädt der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser am 5. März 2025 um 11 Uhr zu einer Pressekonferenz im Hotel am Konzerthaus, Saal Symphony (EG) ein. Mit Ihrer Teilnahme und Berichterstattung unterstützen Sie uns dabei, diese Thematik sichtbar zu machen. Um Anmeldung bis 4. März wird höflich erbeten.
Podiumsteilnehmer*innen:
Elisabeth Cinatl, Geschäftsleiterin Verein wendepunkt – Frauenhaus und Frauenberatungsstelle Wiener Neustadt
Romeo Bissuti, Obmann White Ribbon Österreich, Vorstandsmitglied DMÖ (Dachverband Burschen-, Männer- und Väterarbeit Österreich)
Maja Markanović-Riedl, Geschäftsführerin Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF)
Wo:
Saal Symphony (EG)
Hotel am Konzerthaus
Am Heumarkt 35-37
1030 Wien
Wann:
5. März 2025, 11 Uhr
Rückfragen und Kontakt:
Annika Schwaiger
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Verein AÖF
Tel. +43 (0) 660 11 45 836
www.aoef.at






