
Presseinformation
Verein AÖF erhält Bruno-Kreisky-Preis für Verdienste um die Menschenrechte
Wien, 9.10.2024. Für seinen jahrzehntelangen Einsatz gegen geschlechtsspezifische Gewalt wurde der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) mit dem Bruno-Kreisky-Preis für Verdienste um die Menschenrechte ausgezeichnet. Die feierliche Verleihung fand am 4. Oktober im Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog statt.
Der Bruno-Kreisky-Preis für Verdienste um die Menschenrechte ist der älteste und renommierteste Preis seiner Art in Österreich. Er wird an Organisationen und Personen verliehen, die sich besonders für die Förderung der Menschenrechte einsetzen. Mit dieser Auszeichnung wird die zentrale Botschaft des AÖF unterstrichen: Gewalt gegen Frauen ist immer eine Verletzung grundlegender Menschenrechte.
„Stellen wir uns eine Welt vor, in der es keine Morde an Frauen mehr gibt, eine Welt, in der Frauen nicht gedemütigt, vergewaltigt, geschlagen werden. Eine Welt, in der Frauen einfach nur die selben Rechte haben wie Männer! Wir als Autonome Österreichische Frauenhäuser wollen uns das nicht nur vorstellen. Wir kämpfen dafür dieser Realität jeden Tag näher zu kommen“, betonte Maja Markanović-Riedl, Geschäftsführerin des Vereins, in ihrer Rede.
Die Mitarbeiterinnen in den Frauenhäusern sind dabei zentral: Sie bieten Frauen und Kindern, die von Gewalt betroffen sind, Unterstützung und Begleitung. Die Verleihung des Preises ist daher auch eine Anerkennung ihrer wertvollen Arbeit.
Die Situation in Österreich ist alarmierend: Jede dritte Frau erlebt ab ihrem 15. Lebensjahr körperliche oder sexualisierte Gewalt. Diese Statistik verdeutlicht die Dringlichkeit der Tätigkeit des AÖF und die Notwendigkeit tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen.
In ihrer Laudatio betonte Beate Winkler, ehemalige Direktorin der EU- Grundrechtsagentur, die Bedeutung der Arbeit des AÖF: „So ist die Verleihung des Bruno-Kreisky Menschenrechtspreises 2024 nicht nur eine Würdigung und Ermutigung für all diejenigen, die die Arbeit des Verein tragen, sondern er schärft auch das öffentliche und politische Bewusstsein über die Situation von Gewalt betroffenen Frauen und Kindern in Österreich – und macht Mut für die Gestaltung einer gemeinsamen Zukunft, in der Männer und Frauen in Chancengleichheit leben und sich gewaltfrei begegnen – in einer Kultur der Menschenrechte.“
Das Tätigkeitsfeld des Vereins umfasst neben der Opferschutzarbeit in den 16 Frauenhäusern fünf wesentliche Säulen: die Frauenhelpline gegen Gewalt 0800 222 555, den HelpChat www.haltdergewalt.at, die Informationsstelle gegen Gewalt, das Gewaltpräventionsprojekt StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt und das Empowerment-Zentrum BAKHTI für Mädchen* und junge Frauen*.
Rückfragen und Kontakt:
Annika Schwaiger, BA BA MA
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. +43 (0) 660 11 45 836
www.aoef.at






