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    PA 04.09.2024: StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt wird in ganz Österreich weiter ausgebaut

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    Presseinformation

    StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt wird in ganz Österreich weiter ausgebaut
     
    Ziel ist eine flächendeckende Gemeinwesenarbeit in der Gewaltprävention, um Gewalt an Frauen und Kindern zu verhindern

     
    Wien, 4.9.2024. Laut Statistik Austria sind nahezu 35% der weiblichen Bevölkerung in Österreich ab ihrem 15. Lebensjahr von körperlicher und/oder sexueller Gewalt betroffen. Das Präventionsprojekt StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt setzt sich dafür ein, durch eine aktive Nachbarschaft Gewalt an Frauen und Kindern zu verhindern – und das in ganz Österreich: Aktuell hat StoP bereits 30 Standorte in allen neun Bundesländern. 
     
    Bei einer Pressekonferenz am 4. September in Wien gaben AÖF-Geschäftsführerin Maja Markanović-Riedl, Sozialminister Johannes Rauch und Christina Kopf, Gesamtkoordinatorin von StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt sowie die Bezirksvorsteher*innen des 7. und 9. Bezirks, Markus Reiter und Saya Ahmad, den weiteren Ausbau des Projekts in ganz Österreich bekannt. Insgesamt werden bis zu 17 neue Standorte in den nächsten zwei Jahren österreichweit  implementiert. Mit 1. September 2024 startet StoP in Wien in den Bezirken Neubau und Alsergrund. Vorerst sind Erweiterungen im Burgenland, in Graz und in Salzburg-Land geplant. 
     
    Der kontinuierliche bundesweite Ausbau von StoP trägt durch Gemeinwesenarbeit zum Gewaltschutz bei. Zivilcourage wird gefördert und ein Bewusstsein über Dynamiken von geschlechtsspezifischer Gewalt geschaffen. Nachbarschaften setzen sich aktiv gegen häusliche Gewalt ein: Allein im letzten Projektjahr (Juni 2023 bis Mai 2024) haben sich mehr als 270 Nachbar*innen und über 600 Projektpartner*innen bei StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt engagiert. Die StoP-Koordinator*innen schulten mehr als 1.500 Interessierte in Workshops gegen Gewalt. Zudem nahmen viele Jugendliche an den Aktivitäten der Jugendarbeit teil, und mehr als 460 Männer setzten sich im Rahmen der feministischen Männerarbeit mit der Prävention von Gewalt gegen Frauen auseinander. Besonders zentral im Projekt sind die Frauen- und Männertische sowie die Nachbarschaftstische, die regelmäßig stattfinden und viele engagierte Teilnehmer*innen zusammenbringen. Ergänzend dazu wurden über 3.000 Gespräche mit interessierten Personen geführt.
     
    StoP ist ein stets wachsendes Netzwerk aus engagierten Nachbar*innen und Projektpartner*innen, die Verantwortung übernehmen und gegen Gewalt in der Partnerschaft aktiv werden. Gemäß dem Motto: Jede*r kann was sagen, was tun!
     
    Statements der Podiumsteilnehmer*innen:

    Maja Markanović-Riedl, Geschäftsführerin Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF): 
    „Gewalt gegen Frauen findet meist im Privaten statt: In intimen Beziehungen, in Wohnungen, in Nachbarschaften. Die Täter sind dabei keine Unbekannten: Ex-Partner, Ehemänner, Väter, Söhne. Doch häusliche Gewalt ist keine Privatsache. Mit StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt machen wir Gewalt gegen Frauen sichtbar und setzen uns gemeinsam mit engagierten Nachbar*innen für mehr Zivilcourage und gegen häusliche Gewalt ein. Durch die Unterstützung des Sozialministeriums wird StoP nicht nur an bestehenden Standorten fortgeführt, es entstehen zusätzlich noch bis zu 17 weitere Projektstandorte, um das Angebot noch weiter auszubauen. Diese Zusammenarbeit zeigt, dass wir gemeinsam in die richtige Richtung gehen. Sie ist ein wichtiger Schritt gegen Gewalt an Frauen und für eine zivilcouragierte Gesellschaft.“

    Johannes Rauch, Bundesminister für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, BMSGPK:
    „Den Großteil der Gewalterfahrung machen Frauen – egal welchen Alters – zu Hause, in ihren eigenen vier Wänden. Gewalt gegen Frauen geht dabei fast immer von Männern aus. In vielen Fällen sind es die Partner oder Ex-Partner der Opfer. Das dürfen wir niemals hinnehmen. Aus Angst oder Unsicherheit schweigen aber Augen- oder Ohrenzeugen von Gewalt noch immer viel zu oft. Das hat verheerende Folgen für die Opfer. Umso wichtiger ist es, dass Projekte wie StoP das Umfeld animieren, Verantwortung zu übernehmen und Zivilcourage zu zeigen. Nur wenn Partnergewalt aktiv angesprochen wird, kann den betroffenen Frauen geholfen werden. Aufgrund der enormen gesellschaftlichen Relevanz hat das Sozialministerium erneut einen Fördervertrag zugesagt.  Über 3,25 Millionen Euro stehen in den nächsten zwei Jahren zur Verfügung. Dadurch wird es möglich weitere Projektstandorte in ganz Österreich zu eröffnen, denn genau diese Sichtbarkeit braucht es, wenn wir die Gewaltspirale nachhaltig durchbrechen wollen. Für mich als Sozialminister muss Gewaltprävention ganz oben auf der politischen Agenda stehen. Nur so können wir für echten Schutz und Sicherheit für Betroffene sorgen.”

    Christina Kopf, Verein AÖF, Gesamtkoordinatorin StoP Österreich und Teamleitung Wien:
    „Wir blicken bereits auf fast sechs Jahre StoP zurück. StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt wird österreichweit umgesetzt, sowohl im urbanen als auch im ländlichen Raum. Die Koordinator*innen an den unterschiedlichen Standorten sensibilisieren lokal die Bevölkerung und arbeiten partizipativ – mit mehr als 3.200 Personen wurden im letzten Projektjahr aktivierende Gespräche geführt, welche mitunter in gemeinsame Aktionen mündeten. Dem Gewaltpräventionsprojekt liegt ein Handlungskonzept zugrunde, welches auf dem Prinzip der Gemeinwesenarbeit basiert und in der Nachbarschaft ansetzt. Das Zentrum von StoP bilden die Menschen, die sich gegen häusliche Gewalt stark machen und somit eine Unterstützung für gewaltbetroffene Personen bieten. Allein im letzten Projektjahr von Juni 2023 bis Mai 2024 haben sich mehr als 270 Nachbar*innen und über 630 Projektpartner*innen beteiligt. Sie haben nicht nur eine klare Haltung gegen Partnergewalt eingenommen, sondern sich engagiert und für ein gewaltfreies Umfeld eingesetzt.“

    Markus Reiter, Bezirksvorsteher des 7. Wiener Gemeindebezirks:
    „Gewalt durch den Partner ist ein Problem aller gesellschaftlichen Schichten, unabhängig von ökonomischem Status, Herkunft oder Alter. Wir haben uns bereits seit 2019 für die Neubauer*innen um dieses Projekt bemüht und freuen uns umso mehr, dass es mit dem weiteren Ausbau durch Sozialminister Rauch nun auch im 7. Bezirk startet.“

    Saya Ahmad, Bezirksvorsteherin des 9. Wiener Gemeindebezirks:
    „Männergewalt hat bei uns keinen Platz! Weder im Bezirk, noch in der Stadt oder der Gesellschaft. Als Menschenrechtsbezirk Alsergrund und als Menschenrechtsstadt Wien zeigen wir immer wieder auf: geschlechtsspezifische Gewalt ist eine Menschenrechtsverletzung. Daher ist es mir als Bezirksvorsteherin besonders wichtig, dass wir Verantwortung übernehmen, wenn es um Gewalt gegen Frauen* geht. Die Mitfinanzierung von StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt durch unseren Bezirk zeigt, dass wir unserer Verpflichtung nachkommen und aktiv gegen Männergewalt vorgehen. Mit dem Projekt investieren wir in die Zivilcourage der Bewohner*innen, und dadurch auch in die Sicherheit, in die Zukunft und das selbstbestimmte Leben der Frauen*.“

    Salome Lixl, Verein FOOTPRINT, Koordinatorin StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt für die Wiener Gemeindebezirke Mariahilf und Neubau:
    „Häusliche Gewalt muss aus der Unsichtbarkeit, Scham und seiner Unaussprechlichkeit geholt werden. Dazu müssen wir Partnergewalt beim Namen nennen. Wir müssen auch dorthin schauen, wo wir Gewalt bisher nicht sehen wollten. Denn je genauer wir hinschauen, desto weniger können wir wegschauen. Mit StoP in Neubau, haben wir nun die Möglichkeit einen weiteren Bezirk zu sensibilisieren. In einem ersten Schritt schauen wir, welche Strukturen und Interessierte es in 1070 bereits gibt und wo wir anknüpfen können. Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit und Informationstreffen machen wir auf StoP aufmerksam und versuchen, möglichst viele Personen handlungsfähig zu machen und den Bezirk dadurch zu stärken. Dabei werden wir auch einen Fokus auf Barrierefreiheit legen, um wirklich allen Menschen den Zugang zu ermöglichen, sich präventiv zu informieren und sich selbst und andere vor Gewalt zu schützen. Wir freuen uns auf viele aktive Bewohner*innen, um miteinander zu lernen und zu wachsen.“ 

    Miriam Sturm, aktive Nachbarin bei StoP:
    „Der Austausch bei den Nachbarschaftstischen macht mir immer wieder bewusst, wie präsent das Thema ist – ich glaube, dass wir dieses Gefühl in der Gruppe teilen und daraus auch die Energie schöpfen, um uns weiter für das Thema einzusetzen.“
     
    Über StoP 
    StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt ist ein Gewaltpräventionsprojekt und setzt an, wo häusliche Gewalt passiert: am Wohnort, in der Nachbarschaft. Nachbar*innen werden dazu ermutigt, Zivilcourage zu zeigen und Partnergewalt nicht zu verschweigen oder zu dulden. StoP informiert und hilft, häusliche Gewalt früh zu erkennen und zu unterbrechen. Mehr Informationen siehe www.stop-partnergewalt.at.

    Das StoP©-Konzept
    StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt wurde von Sabine Stövesand an der HAW Hamburg - Fakultät Wirtschaft und Soziales, Department Soziale Arbeit entwickelt und ist ein urheberrechtlich geschütztes Konzept.
     

    StoP-Standorte
    Kontakt:

    Eva Maria Zenz
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    AÖF - Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser
    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.   
    Tel.: +43 660 90 60 611
     
    Annika Schwaiger
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt
    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. 
    Tel.: +43 660 11 45 836
     
     

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