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    PA 01.02.2023: Die geballte tägliche Männergewalt an Frauen ist untragbar! Damit muss Schluss sein – fordert „StoP-Stadtteile ohne Partnergewalt“

                                                                                           

    Presseinformation                                                                                                                                     

    Die geballte tägliche Männergewalt an Frauen ist untragbar!

    Damit muss Schluss sein – fordert „StoP-Stadtteile ohne Partnergewalt“

    Wien, 1.2.2023. Männergewalt zerstört das Leben vieler Frauen und Mädchen. Wieder verprügelte ein Mann wahllos Frauen. Diesmal ist es ein 35-Jähriger in einer Diskothek in Villach1 – die Polizei ermittelt. Frauen und Mädchen werden täglich Opfer von brutaler Männergewalt, überall in der Öffentlichkeit und zu Hause. Die Kette der Gewaltverbrechen reicht von Erniedrigungen, brutalen Vergewaltigungen, grausamen Misshandlungen mit Schlag- und Schnittwerkzeugen bis hin zu Tötungen. Gewalttaten, die man sich kaum vorstellen mag. Viele bangen, dass es nicht den eignen Töchtern, Schwestern, Freundinnen oder Nachbarinnen passiert.

    StoP-Stadtteile ohne Partnergewalt will Männergewalt nicht mehr hinnehmen und fordert den sofortigen Stopp! StoP fordert einen „radikalen Klimawandel“ gegen patriarchales Verhalten. Jede Männergewalt an Frauen erfordert eindeutige Konsequenzen. StoP fordert Zivilcourage gegen Männergewalt und Partnergewalt von der Regierung und der Politik.

     Das maximale Verbrechen

    Frauen, die dem patriarchalen Rollenbild nicht entsprechen (wollen) und sich der Macht des Mannes entziehen, blüht das maximale Verbrechen: der Femizid. Frauenhass findet in unserer Gesellschaft tagtäglich Rechtfertigung. Die Strukturen, in denen wir leben, geben Frauen weniger Rechte, weniger Möglichkeiten, weniger Geld für mehr Arbeit. Frauen sind permanent mit unfairen Machtverhältnissen bzw. Männerherrschaft konfrontiert.

    Solange die Politik zuschaut, sind und bleiben Frauen dieser Männergewalt ausgeliefert.

    Femizide sind an der Tagesordnung2. Frauen können aus eigener Kraft nicht aus den Strukturen ausbrechen. Sie können das Spielfeld des patriarchalen Alltags nicht verlassen. Sie können nur Vorkehrungen treffen und hoffen, dass sie nicht das nächste Opfer sind. Ist es also besser für sie, keine Miniröcke anzuziehen, sich nicht zu schminken, nachts nicht allein auf die Straße oder gar in die Disco zu gehen? Ach, wären sie doch zu Hause geblieben, die beiden jungen Frauen aus Villach! Wen hätte es dann getroffen? Dich, mich, meine Tochter, die Nachbarin?

    Opfer-Täter-Umkehr und Victim Blaming am laufenden Band

    Wenn jede dritte Frau von Männergewalt betroffen ist, kann das nicht die Schuld der Frauen sein. Denn sooft Tiere gequält werden, wird niemand den Tieren die Schuld dafür geben. Wenn Bäume in Städten gefällt und durch Betonbauten ersetzt werden, wird niemand denken, die Bäume hätten sich eben anders verhalten sollen. Wenn Frauen getötet werden, bleibt das die erste Frage: Was hat sie falsch gemacht?

    Zwei Femizide und einen Frauenmord (in Wien Floridsdorf) hat es in diesem Jahr schon gegeben. Mindestens 10 Mal kam es darüber hinaus in diesem Monat zu amtsbekannter, schwerer Gewalt gegen Frauen und Femizid-Versuchen. Der Jänner ist gerade zu Ende. Unsere Befürchtung, dass da noch viel mehr Böses geschieht, was den Mädchen und Frauen ein unbeschwertes Leben in Österreich verunmöglicht, trügt uns nicht. Frauen ertragen so Einiges, bevor sie eine Beratungsstelle oder ein Frauenhaus aufsuchen, sich Hilfe holen, oder schlicht tot aufgefunden werden. Eine jede hat ihre Leidensgeschichte, ihr Martyrium.

    Was sagen. Was tun.

    Die Zeit ist überreif für eine politische Veränderung! StoP arbeitet unermüdlich gemeinsam und solidarisch mit Männern und Frauen daran!

    StoP ist ein Gewaltpräventions- und Nachbarschaftsprojekt, dass das Bewusstsein in der Gesellschaft gegen Partnergewalt und Männergewalt schärft und die Nachbarschaft und alle Menschen ermutigt, Zivilcourage gegen Partnergewalt auszuüben. „Was sagen, was tun“ ist das Motto von StoP. Demokratie, Partizipation und Feminismus sind die Basis von StoP. Feminismus geht uns alle an. Worauf wollen wir warten? Alle können bei StoP mitwirken – mehr Informationen auf www.stop-partnergewalt.at.

    Das StoP-Konzept wurde von Frau Prof.in Sabine Stövesand an der HAW in Hamburg entwickelt.

    Kontakt:
    Mag.a Maria Rösslhumer
    Geschäftsführerin des Vereins AÖF und Gesamtkoordinatorin von StoP Österreich
    Tel: 0664 7930789
    E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. 

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    1 siehe https://www.msn.com/de-at/nachrichten/inland/schl%C3%A4gerei-in-disco-35-j%C3%A4hriger-verpr%C3%BCgelt-frauen/ar-AA16R68P
    2 siehe https://www.aoef.at/index.php/zahlen-und-daten/femizide-in-oesterreich 

     

    Femizide & schwere Gewalt

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