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    PA 06.02.2020: Bereits der 4. Frauenmord 2020! Dringender Appell an die Regierung, Frauen und Kinder vor Gewalt zu schützen

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    Pressemitteilung

    Bereits der 4. Frauenmord 2020! Dringender Appell an die Regierung, Frauen und Kinder vor Gewalt zu schützen

    Wien, 06.02.2020. Wie 2019 geendet hat, so geht es leider auch im Jahr 2020 weiter – gestern ist eine 33-jährige Frau, die von einem Mann vor 2 Tagen in Graz auf offener Straße mit einem Messer angegriffen und lebensgefährlich verletzt wurde, im Krankenhaus gestorben. Sie ist damit schon die 4. Frau, die in diesem Jahr von einem Mann ermordet wurde.

    Während in diesem Frauenmord das Opfer den Täter angeblich nicht gekannt hatte, war in den 3 weiteren Fällen der Partner oder ein Bekannter der Frau der (mutmaßliche) Täter. Im Jänner hat in Ybbs an der Donau ein Mann seine Ehefrau und Mutter zweier Kinder getötet und in Wien Floridsdorf wurde eine 28-jährige Frau in einem Wohnhaus tot aufgefunden – sie wurde (vermutlich) von einem Bekannten erwürgt. Anfang Februar hat in der Obersteiermark ein Mann seine Ehefrau und Mutter eines dreijährigen Kindes erstochen. Außerdem verübte ein Mann in Wien schwere Gewalt an seiner 81-jährigen Mutter, in Villach hat ein Mann seine schwangere Lebensgefährtin geschlagen und mit dem Umbringen bedroht und in Wien Meidling hat ein Mann versucht, seine Lebensgefährtin umzubringen.

    Schwere Gewalt und Frauenmorde in Österreich werden von Tag zu Tag unerträglicher!
    Es geht um Leib und Leben von Menschen!

    Daher fordern wir die Regierung einmal mehr auf endlich zu handeln und viel mehr Budget für effektive Maßnahmen für Schutz und Sicherheit von Frauen und ihren Kindern aufzustellen.
    Jede Frau muss wissen wohin sie sich bei Gewalt wenden kann und alle Frauen- und Opferschutzorganisationen, die diese Arbeit leisten, benötigen dringend substanzielle finanzielle Aufstockung der Mittel sowie eine langfristig gesicherte Finanzierung.
    Es braucht dauerhafte und flächendeckende Bewusstseinskampagnen, besonders um die Nummer der Frauenhelpline 0800 222 555 in der breiten Bevölkerung bekannter zu machen.

    Bewusstseinsbildung, wirksame und sinnvolle Gewaltpräventionsmaßnahmen und ein echter Schutz vor häuslicher Gewalt kosten Geld! Ein Budget von mindestens 210 Millionen Euro pro Jahr!

    Österreich hat 2013 die Istanbul-Konvention ratifiziert. Wir erwarten daher die tatsächliche Umsetzung der in der Konvention angeführten opferschutzorientierten Maßnahmen. Dazu gehört auch, dass bei Gewalttaten das vorgesehene maximale Strafausmaß auch wirklich angewendet wird und gefährliche Täter in U-Haft genommen werden.

     

    Kontakt:
    AÖF – Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser
    Mag.a Maria Rösslhumer, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., Tel.: 0664 793 07 89
    www.aoef.at

     

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