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    PA 09.02.2018 Mehr Betreuungsplätze für weibliche Gewaltopfer geplant

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    Frauenhäuser fordern auch sichere Plätze für gewaltbetroffene Asylwerberinnen und für Frauen und Kinder aus anderen Bundesländern

    „Den Vorschlag von Frauenministerin Juliane Bogner-Strauß mehr für Frauen in Gewaltsituationen tun zu wollen, finde ich einen sehr guten Ansatz“ erklärt Gabi Arenberger, Vorsitzende des Vereins Die Treppe – Frauenhaus Burgenland und Sozialhaus Burgenland. „Auch wir können feststellen, dass immer mehr Frauen mit ihren Kindern, die sich in einer Gewaltsituation befinden, zu uns kommen um Beratung und Unterstützung zu suchen. Das Burgenland erfüllt den von der EU vorgegebenen Platzschlüssel mit dem Frauenhaus und hat zudem auch noch ein Sozialhaus, in dem man die Frauen und Familien betreut, welche in soziale Notlagen geraten sind.“

    Probleme gibt es allerdings bei Frauen, die um Asyl ansuchen und in ihren Unterkünften von Gewalt betroffen sind. Diese Frauen befinden sich in der Grundversorgung und können nicht immer in einem Frauenhaus aufgenommen werden. Sie würden sofort die Grundversorgung verlieren. „Da die Grundversorgung von Asylsuchenden Bundesangelegenheit ist, wäre es toll, wenn der Bund in diesem Fall Mittel zur Verfügung stellt und mehr Betreuungsplätze für weibliche Gewaltopfer schafft. So könnten den von Gewalt betroffenen asylsuchenden Frauen und deren Kindern eine gute und rasche Hilfe angeboten werden“ fordert Kerstin Bedenik, Betreuerin des Frauenhauses Burgenland.

    Ein weiterer Punkt der den Frauenhäusern österreichweit zu schaffen macht, ist die bundesländerübergreifende Unterbringung von Frauen in Gewaltsituationen. Das ist oft nötig, da der Schutz und die Sicherheit der von Gewalt bedrohten Frauen und deren Kinder einen möglichst großen Abstand zum Täter erfordert. Hier hakt es bei der Verrechnung zwischen den Ländern, da jedes Land einen eigenen Verrechnungsschlüssel hat. „Frauenministerin Bogner-Strauß könnte mit einem Pauschalbetrag, als Abgeltung für die entstandenen Kosten für die Betreuung der Frau welche aus einem anderen Bundesland kommt, den Frauenhäusern in diesem Fall sehr helfen“ schlägt Arenberger vor.

    Aus Sicht von Arenberger und den Betreuerinnen des Frauenhauses Burgenland wäre es aber wichtig, dass alle Frauenhäuser in den Bundesländern in die Überlegungen der Frauenministerin eingebunden werden. „Es gibt bundesweit so viele Unterschiede in den Strukturen und Bedürfnissen, dass sich auch die Frauenhäuser unterschiedlich und gerade richtig für die Bedürfnisse des jeweiligen Bundeslandes entwickelt haben. Oberstes politisches Ziel muss es sein, dass „alle gewaltbetroffenen Frauen und ihre Kinder einen geschützten Platz bekommen – bundesweit, sofort und unbürokratisch. Hoffen wir, dass mit dem Vorschlag der Ministerin Opferrechte dahingehend verbessert, der Gewaltschutz in Angriff genommen werden und dass ausreichend Budget dafür zur Verfügung steht“, so Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des Vereins AÖF.

    Rückfragehinweise:
    Gabriele Arenberger, Vorsitzende des Frauenhauses Burgenland
    Tel.: 0699 / 10521557
    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
    Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des Vereins AÖF – Autonome Österreichische Frauenhäuser
    Tel.: 0664 / 793 0789
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