• Warning: Undefined property: stdClass::$imglink in /homepages/46/d480442741/htdocs/aoefjomm5/modules/mod_uk_slideshow/tmpl/default.php on line 60

    PA 23.02.2017 Appell zum Unterzeichnen: Gerechtigkeit für von Gewalt betroffene Frauen ohne Dokumente

    Picum LogoWave Logo

     

    Europäischer Tag der Kriminalitätsopfer:

    Wenn Sie glauben, dass alle Frauen Zugang zu Hilfsleistungen und Gerechtigkeit bekommen sollten, sobald sie Opfer eines Verbrechens werden, dann unterzeichnen Sie den Pledge!
    http://www.wave-stepup.org

    Brüssel, 22. Februar 2017 – Gestern war der Europäische Tag der Kriminalitätsopfer. Gewalt gegen Frauen in Europa ist ein weit verbreitetes, aber viel zu wenig ernst genommenes Phänomen. Zwei von drei Frauen, die in der EU Opfer von körperlicher oder sexueller Gewalt wurden, haben -  laut einer EU Studie von 2014 - nach der schweren Gewalterfahrung weder die Polizei noch eine andere Hilfsorganisation kontaktiert.

    Es gibt viele Gründe, warum eine Frau sich nicht traut, Gewalt anzuzeigen oder Unterstützung zu holen. Für Frauen ohne Dokumente, die einen prekären Aufenthaltsstatus haben, kann die Suche nach Hilfe zu einer Inhaftierung oder Abschiebung führen.

    Dies war bei Maria der Fall, eine indigene Frau aus Peru, die in Armut lebte und langjährige Gewalt erfahren musste. Maria wanderte nach Spanien aus, um nach Arbeit zu suchen und um Geld an ihre beiden Kinder zu schicken, die bei ihrer Großmutter zurückblieben. In Spanien arbeitete sie als Kindermädchen in sehr ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen, während sie Geld an ihre Familie in Peru schickte. Kurz darauf verlor sie ihren Job und traf einen Mann aus Großbritannien, der ihr ein glückliches Leben versprach. Nachdem sie geheiratet hatten, zog Maria zu ihm nach Großbritannien, aber ihr Partner nahm ihr ihren Pass weg, suchte auch nicht um ein Visum für Maria an und ließ sie ohne Dokumente. Ihr Mann drohte ständig, sie bei der Einwanderungsbehörde zu melden und ihr die kleine Tochter wegzunehmen. Nach mehreren Jahren von schweren körperlichen und psychischen Gewalttätigkeiten lief Maria davon. Aber sie hatte Angst, die Gewalterlebnisse zu melden und danach abgeschoben zu werden. Sie hatte kein Geld und fing an, unter ausbeuterischen Bedingungen – sie verdiente viel weniger als den nationalen Mindestlohn – in Reinigungsbüros zu arbeiten, weil ihr Arbeitgeber wusste, dass sie keine Dokumente hatte. Schließlich wurde Maria in Großbritannien inhaftiert und leidet seither an einer schweren Depression.

    "Situationen wie Maria gibt es viel zu häufig und sie resultieren aus einer Politik, die Einwanderungsgesetze gegen den Schutz und die Unterstützung von Verbrechensopfern in Kraft setzt. Diese Maßnahmen verstärken das Risiko der Viktimisierung von Frauen und schwächen die Konsequenzen gegen Täter, was unweigerlich alle Bemühungen zur Verhinderung von Gewalt gegen Frauen unmöglich macht ", sagte Michele LeVoy, Direktor von PICUM.

    "Die niederländische Polizei hat eine offizielle nationale Politik verabschiedet, die es Menschen ohne Identitätsnachweise ermöglicht, der Polizei als Opfer oder Zeuge ein Verbrechen zu melden, ohne Angst davor zu haben, verhaftet zu werden, weil sie keine Dokumente haben. Ich fordere andere Polizeikräfte auf, einen solchen Opfer-zentrierten Ansatz zu setzen und zu erkennen, dass es der beste Weg ist, um das Vertrauen und die Sicherheit in unseren Gemeinden zu bewahren.

    „Anlässlich des Europäischen Tages der Kriminalitätsopfer, fordern wir Polizei, Hilfsorganisationen und Justiz auf, gegen Gewalt an Frauen aufzustehen und sicherzustellen, dass alle Frauen angstfrei und sanktionsfrei Gewalt anzeigen können und Unterstützung erhalten, unabhängig ihres Aufenthaltsstatus, betont Rosa Logar, Vorsitzende und Mitbegründerin von WAVE.

    Wenn Sie glauben, dass Maria und alle Frauen unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus in der Lage sein sollten, sich der Polizei und Hilfsorganisationen anzuvertrauen, um Hilfe und Gerechtigkeit zu erhalten, dann sollten Sie handeln. Klicken Sie hier, um unseren Pledge auf http://www.wave-stepup.org/  zu unterschreiben und überlegen Sie, was Sie sonst noch tun können, um eine Verbesserung zu bewirken.

    ###

    Notizen:

    WAVE Step Up! Kampagnenseite: http://www.wave-stepup.org/

    EU-Agentur für Grundrechte (2014), "Nicht gemeldete Gewalt gegen Frauen misst das wahre Ausmaß des Problems": http://fra.europa.eu/en/press-release/2014/unreported-violence-against-women-masks-true-extent-problem

    Web-Dokumentarfilm über die Realität der Frauen ohne Papiere in Europa: https://vimeo.com/channels/undocumentary/42891403

    Strategien zur Beendigung doppelter Gewalt gegen Frauen ohne Papiere - Schutz der Rechte und Gewährleistung der Gerechtigkeit, PICUM.

    Für weitere Informationen kontaktieren Sie:

    Elisabeth Schmidt-Hieber, PICUM Kommunikationsbeauftragte, +32 2 210 1780
    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.; http://www.picum.org

    Kelly Blank, Netzwerk & Projektkoordinator WAVE, +43 (0) 1 5482720 421
    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.; http://www.wave-network.org

     

     

    Frauenhelpline gegen Gewalt 0800 / 222 555
    österreichweit – kostenlos – rund um die Uhr – anonym – vertraulich
    Weitere Informationen unter www.frauenhelpline.at


    Rückfragehinweis:

    Mag.a Maria Rösslhumer
    Telefon: 0664/793 07 89
    E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. 
    Web: www.frauenhelpline.at 

    Femizide & schwere Gewalt

    Stand: 11.10.2026  Weitere Infos

    • 19

      Femizide

    • 45

      Schwere Gewalt

      News:

      Newsletter #2 Helplines EU / Frauenhelplines: rechtliche und politische Rahmenbe…

      Newsletter EU Helplines #2Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF)   Frauenhelplines in Europa: internationale und europäische Rahmenbedingungen   Frauenhelplines sind für viele Frauen der erste sichere Zugang zu Beratung, Schutz und weiterführender Unterstützung bei Gewalt...

      Weiterlesen

      Ein starkes Zeichen mit „16 Teams gegen Gewalt“ von missionX am 02. Oktober 2026…

      Wir freuen uns auf ein besonderes Event: Am morgigen Freitag, den 2. Oktober 2026, schlagen in der Padelzone Vösendorf ab 15:00 Uhr engagierte Teams aus Wirtschaft, Sport und Gesellschaft auf...

      Weiterlesen

      PA 17.09.2026 StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt Wels bleibt dabei

      PresseaussendungVerein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) Wels bleibt StoP-Standort: Gewaltpräventionsprojekt wird fortgeführt. Gute Nachricht für die Gewaltprävention in Oberösterreich: Das Projekt „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“ bleibt am Standort Wels erhalten. Wien, 17. September...

      Weiterlesen

      Wels bleibt StoP-Standort: Gewaltpräventionsprojekt wird fortgeführt.

      Wels bleibt StoP-Standort: Gewaltpräventionsprojekt wird fortgeführt. Gute Nachricht für die Gewaltprävention in Oberösterreich: Das Projekt „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“ bleibt am Standort Wels erhalten. Weitere Informationen finden Sie in unserer Presseaussendung.

      Weiterlesen

      PA 16.09.2026: AVISO StoP wird österreichweit weiterfinanziert – Pressekonferenz…

        StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt und Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF)   Presseaviso:   Einladung zur hybriden Pressekonferenz „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“ wird fortgeführt   Pressekonferenz zur österreichweiten Weiterfinanzierung des Gewaltpräventionsprojekts und Präsentation der Ergebnisse der IKF-Wirkungsanalyse    Wien...

      Weiterlesen