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Einnahmen des lässigsten Neujahrskonzertes 2019 gehen an den AÖF

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Die wunderbare Familie Lässig bereitet uns gleich zu Jahresbeginn große Freude und gibt wichtige Rückenstärkung für unser hartnäckiges Engagement gegen häusliche Gewalt. Leider steigt die Gewalt gegen Frauen an, umso...

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"Home Sweet Home" vermittelt eine Vorstellung über 40 Jahre Frauenhaus…

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Weil für viele Frauen und Kinder ihr eigenes Zuhause der gefährlichste Ort ist, engagiert sich die Frauenhausbewegung in Österreich seit nunmehr 40 Jahren – mit keinem Ende in Sicht. Die...

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Freude schenken mit der Aktion Wunschzettel der AÖF-Frauenhäuser 2018

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Spenden gegen Gewalt geht  zu Weihnachten auf direktestem Weg: Mit Möbeln, Kleidung, Hygieneartikeln, Spielzeug, Gutscheinen oder Bargeld erfüllen die ÖsterreicherInnen kleine Wünsche gewaltbetroffener Familien, die Weihnachten aus Sicherheitsgründen im Frauenhaus...

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Rückblick Pressekonferenz zur Ringvorlesung "Eine von fünf" 2018

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Die Volksanwaltschaft, das Zentrum für Gerichtsmedizin und der Verein AÖF luden am 20. November 2018 zur Pressekonferenz zur diesjährigen Ringvorlesung Eine von fünf in die Volksanwaltschaft. In diesm Jahr organisiert der...

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Pressekonferenz zur Ringvorlesung "Eine von fünf" am 20.11.2018

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Pressekonferenz zur Ringvorlesung Eine von fünf: "Mehr Prävention gegen Gewalt an Frauen und Kindern" am 20.11. 2018 „Es ist höchste Zeit zu handeln!“ – Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des Vereins Autonome Österreichische...

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PA 09.07.2014 Frauenfeindlichkeit ist in Österreich salonfähig

Nach Shitstorm-Attacke nun Morddrohungen gegen Bundesministerin Heinisch-Hosek
Stellungnahme des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser und des Netzwerks österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen


Frauen „mitzumeinen“ ist eine Form von subtiler Diskriminierung. Morddrohungen gegenüber der Frauenministerin auszusprechen, weil sie auf diese Diskriminierung hinweist, ist ein öffentlicher Akt von Frauenverachtung. „Es braucht scheinbar nicht viel, um zu zeigen, was an frauenfeindlichen Tendenzen da ist!“, so Elisabeth Cinatl, Vereinsvorsitzende des Netzwerks österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen.

Mit Bestürzung stellen die Autonomen Österreichischen Frauenhäuser (AÖF) und das Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen fest: Frauenfeindlichkeit und die Diskriminierung von Frauen werden in Österreich scheinbar wieder salonfähig. Das geht sogar soweit, dass Bundesministerin Heinisch-Hosek – mittlerweile zum zweiten Mal – Polizeischutz benötigt, weil sie sich öffentlich für die Rechte von Frauen einsetzt!

Die schlechte wirtschaftliche Lage und die Finanzkrise haben zu einer gesellschaftlichen Entsolidarisierung geführt. Daraus entstand ein fruchtbarer Nährboden für die unterschiedlichen Formen von Gewalt. Gerade in solchen Krisenzeiten ist es wichtig, dass PolitikerInnen ihre Vorbildfunktion wahrnehmen und klar Position beziehen: für Solidarität und Respekt und gegen Gewalt an Frauen. Es ist erschütternd, dass sich kein Regierungsmitglied mit Gabriele Heinisch-Hosek öffentlich solidarisiert und Stellung bezogen hat.

Der gesellschaftliche Backlash hin zu einem traditionell-patriarchalen Geschlechterverständnis ist äußerst beunruhigend. Zudem werden die Errungenschaften der letzten 30 Jahre, in denen der Staat auf den Säulen Solidarität und Gerechtigkeit aufbaute, immer mehr demontiert.

Die Frauenbewegung hat in Bezug auf gleiche Rechte für Frauen viel erreicht und dennoch hat sich auf zwei Gebieten kaum etwas verändert: Gleichbehandlung in der Erwerbsarbeit (geringere Löhne bei gleicher Arbeit, Teilzeitanstellungen, prekäre Arbeitsverhältnisse…) und die sogenannte Care-Arbeit (für Mitmenschen sorgen und sich um sie kümmern), die nach wie vor zum Großteil unbezahlt von Frauen erledigt wird. Gerade deshalb sind Frauen mit ihren geringeren Erwerbszeiten die Hauptleidtragenden der Pensionsreform, in der der Durchrechnungszeitraum signifikant erhöht wurde.

Die Auswirkungen der Ungleichbehandlung erleben die Beraterinnen der Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen in ihrer alltäglichen Arbeit: Mehrfachbelastungen und häusliche Gewalt. Frauen, die ihre Angehörigen pflegen, (Enkel-)Kinder betreuen und einer Erwerbstätigkeit nachgehen, sind hohen Belastungen ausgesetzt, die überfordernd und erschöpfend sind. Sie fühlen sich allein gelassen und als Versagerinnen, wenn sie „nicht alles unter einen Hut bekommen“. Hier gilt es noch viel Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit zu leisten, damit bezahlte und unbezahlte Arbeiten zwischen Frauen und Männern gleich verteilt werden.
Es gilt umfassende Bewusstseinsarbeit zu leisten, denn ein frauenfeindliches gesellschaftliches Klima, das geprägt ist von fehlender gesellschaftlicher Unterstützung, ist ein Nährboden für häusliche Gewalt an Frauen.

Das Netzwerk und der Verein AÖF erklären sich mit Frauenministerin Heinisch-Hosek, den  Grünen und allen Menschen, die sich für Respekt gegenüber Frauen einsetzen, solidarisch, mit dem Ziel, dass es in Österreich (wieder) ein Klima der Anerkennung und Gleichwertigkeit der Geschlechter gibt.


Das Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen ist eine Dachorganisation von derzeit 58 Frauen- und Mädchenberatungsstellen aus allen neun Bundesländern. Der gleichnamige Verein wurde 1995 gegründet.: http://www.netzwerk-frauenberatung.at

Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) ist das Netzwerk der autonomen Frauenhäuser in Österreich, der sich 1988 als Zusammenschluss der Mitarbeiterinnen der autonomen Frauenhäuser in Österreich gegründet hat. Der Verein ist Informationsdrehscheibe für seine Mitglieder und nimmt die Interessen der österreichischen Frauenhausbewegung wahr: www.aoef.at

 

Rückfragehinweis:
Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen
Tel.: 01/595 37 60; e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
zvr 851 336 534

Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser
Tel.: 01/544 08 20; e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
zvr 187612774

Wien, 9. Juli 2014

Die Informationsstelle gegen Gewalt wird gefördert von

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