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    CHILD - Towards a CHILD-friendly legal Order for Fair Justice Provision

    Logo CHILDCHILD - Towards a CHILD-friendly legal Order for Fair Justice Provision
    Für ein kinderfreundliches Justizsystem für Kinder, die Opfer und/oder Zeug*innen von Gewalt sind 

    2024-2026

    EU Logo

    Projektwebsite: www.childfriendlyjustice.eu

     

    Das CHILD-Projekt - Towards a CHILD-friendly legal Order for Fair Justice Provision wird von Juni 2024 bis Juni 2026 als europäisches Kooperationsprojekt in 10 Ländern umgesetzt, wobei der Verein AÖF als österreichische Partnerorganisation für die Umsetzung in Österreich verantwortlich zeichnet. 

    Das CHILD-Projekt zielt darauf ab, die Rechte von Kindern, die Opfer oder Zeug*innen von Gewalt sind, zu stärken und ein kinderfreundliches Justizsystem zu fördern. Durch eine enge Zusammenarbeit von Fachleuten aus verschiedenen Bereichen soll ein strukturierter Prozess entwickelt werden, der die Umsetzung bestehender Gesetze verbessert und Lücken in den bestehenden Systemen schließt. Besondere Aufmerksamkeit gilt der kindgerechten Gestaltung von Verfahren und der Minimierung von Retraumatisierungen. Durch die Entwicklung eines praxisorientierten Handbuchs für forensische Befragungen, die Durchführung von Schulungen für Fachkräfte und die Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit tragen wollen wir dazu beitragen, dass Kinder in einem sicheren und unterstützenden Umfeld befragt und begleitet werden.


    Kinder, die Opfer oder Zeug*innen von Gewalt werden, sind in vielerlei Hinsicht besonders vulnerabel. Die bestehenden Justizsysteme in Europa weisen jedoch vielfältige Herausforderungen auf, die von einer mangelnden Sensibilität für die spezifischen Bedürfnisse von Kindern bis hin zu unzureichenden Verfahren reichen, die Kinder vor weiteren Belastungen oder Retraumatisierungen schützen. Trotz bestehender rechtlicher Regelungen wie der EU-Richtlinie 2012/29/EU über die Rechte von Opfern gibt es in vielen Mitgliedstaaten nach wie vor Defizite in der praktischen Umsetzung. Das CHILD-Projekt setzt genau an dieser Schnittstelle an, indem es praxisorientierte Lösungen und strategische Empfehlungen erarbeitet. Durch eine Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und eine stärkere Sensibilisierung der Fachkräfte können wir dazu beitragen, dass Kinder, die Opfer oder Zeug*innen von Gewalt sind, in einem sicheren und unterstützenden Umfeld befragt und begleitet werden.


    Im Rahmen des Projekts werden folgende Arbeitsschritte durchgeführt:
    •    Umfassende Bedarfsanalyse: Identifizierung von Lücken und Herausforderungen in den bestehenden Systemen
    •    Entwicklung eines Handbuchs: Erstellung eines Leitfadens für forensische Befragungen, der die besonderen Bedürfnisse von Kindern berücksichtigt
    •    Kapazitätsaufbau: Durchführung von Schulungen für Fachkräfte aus verschiedenen Bereichen
    •    Interessenvertretung: Entwicklung von politischen Empfehlungen und Advocacy-Aktivitäten

    Zielgruppen sind Polizei, Fachleute in der Strafjustiz (Rechtsanwält*innen, Richter*innen, Staatsanwält*innen, forensische Sachverständige), Psycholog*innen, Sozialarbeiter*innen in Beratungsstellen, Opferschutzorganisationen, politische Entscheidungsträger*innen sowie indirekt Kinder, die Opfer und/oder Zeug*innen von Gewalt sind.

    Die erwarteten Ergebnisse sind ein verbessertes Verständnis der Bedürfnisse von betroffenen Kindern, ein praxisorientiertes Handbuch für Fachkräfte, eine Stärkung der interdisziplinären Zusammenarbeit und letztendlich eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Kinderschutz.

    Projektergebnisse:
    Nationaler Bericht zur Implementierung der EU Opferschutzrichtlinie 2012/29/EU im Hinblick auf Kinderrechte
    Transnationaler Bericht zu den Schwächen des bestehenden Rahmens für Kinderschutz auf europäischer Ebene: Eine transnationale Studie in neun EU-Mitgliedstaaten 

    Projektpartner*innen:
    •    UWAH - Union of Women Associations of Heraklion (EL)
    •    Universidad Carlos III. de Madrid (ES) 
    •    AÖF - Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AT) 
    •    Universiteit Gent (BE)
    •    Association for the Prevention and Handling of Violence in the Family (CY)
    •    Mtu Naiste Tugi - Ja Teabekeskus (EE)
    •    Directia De Asistenta Sociala Si Medicala (RO)
    •    UMAR- Uniao De Mulheres Alternativa e Resposta (PT)
    •    Heraklion Bar HB Public Body (EL)
    •    Stichting European Family Justice Center Alliance (NL)

     

    Kontakt:
    Martina Knoll, Projektkoordination
    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. 
    Tel.: +43 (0) 660 48 31 654
    www.aoef.at

     

    Konfinanziert aus Mitteln der Europäischen Union und dem Bundesministerium Justiz

     

    Femizide & schwere Gewalt

    Stand: 17.04.2026  Weitere Infos

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