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    PA 20.11.2020: Internationaler Tag der Kinderrechte: Schulen und Kindergärten sind wichtige Orte der Prävention von häuslicher Gewalt

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    Pressemitteilung

    Internationaler Tag der Kinderrechte: Schulen und Kindergärten sind wichtige Orte der Prävention von häuslicher Gewalt

    Die Auswirkungen der Corona-Krise auf Frauen und Kinder sind massiv. Das Kindeswohl ist den Frauenhäusern ein zentrales Anliegen.

    Wien, 20.11.2020. Frauenrechte und Kinderrechte sind eng miteinander gekoppelt und verknüpft. Zur Einhaltung der Frauenrechte und Kinderrechte gehört der Schutz vor Gewalt bzw. vor häuslicher Gewalt. Frauenhäuser haben sehr früh erkannt, dass nicht nur Frauen betroffen sind, sondern auch deren Kinder, wenn sie zu Hause Gewalt erfahren müssen. Daher sind Frauenhäuser auch Kinderschutzeinrichtungen. Die österreichischen Frauenhäuser kämpfen seit mehr als 40 Jahren für die Einhaltung und laufende Verbesserung der Frauenrechte und Kinderrechte. Sie bieten nicht nur Schutz, sondern für jede Frau und für jedes Kind individuelle und bestmögliche Unterstützung, Begleitung und Beratung.

    Das Ausmaß der Gewalt an Frauen und Kindern in Österreich ist alarmierend hoch. In 70% der Fälle, wo die Mutter misshandelt wird, werden auch die Kinder misshandelt. Wir wissen aus jahrelanger Erfahrung, dass das eigene Zuhause für Frauen und Kinder oft der gefährlichste Ort ist. Häusliche Gewalt an Frauen und Kindern passiert täglich und vor allem dann, wenn alle Familienmitglieder auf engstem Raum zusammenleben müssen. Die Corona-Maßnahmen verschärfen diese Situation um ein Vielfaches. Die Betretungsverbote haben um 22% zugenommen und auch die Anfragen von betroffenen Frauen und Kindern nehmen zu. Bei der Frauenhelpline hat sich die Zahl der Anrufe um 40% erhöht und auch Rat auf Draht hat einen hohen Anstieg.

    Der erste Lockdown hat gezeigt, dass die Auswirkungen dieser Krise massiv auf Kosten von Frauen und Kindern gehen. Wenn Schulen und Kindergärten geschlossen sind und Kinder Opfer von häuslicher Gewalt werden, fehlen ihnen wichtige Vertrauenspersonen und sie wissen nicht, wohin sie sich wenden können. LehrerInnen, KindergärtnerInnen, SchulärztInnen, SchulpsychologInnen und SchulsozialarbeiterInnen, aber auch SchulfreundInnen, sind hier oft die ersten AnsprechpartnerInnen. Sensible und geschulte PädagogInnen sind meist diejenigen, die Gewalt erkennen und betroffenen Kindern weiterhelfen. Sie können Gefährdungsmeldungen an das Amt für Kinder- und Jugendhilfe weitergeben und Kontakt mit der Mutter aufnehmen. Auf diese Weise können Kinder vor schwerer Gewalt geschützt werden.

    Schulen und Kindergärten sind daher nicht nur ein Ort der Bildung und des Lernens, sondern auch ein Ort der Prävention von häuslicher Gewalt und der Einhaltung der Kinderrechte.

    Wir als Verein AÖF appellieren daher, dass Kindergärten und Schulen für Frauen und Kinder, die dringend Unterstützung brauchen, da sind – im Sinne des Kinderschutzes und des Opferschutzes.

    Jedes Kind und jede/r Jugendliche hat das Recht auf ein gewaltfreies Leben.

     

    Kontakt:
    Mag.a Maria Rösslhumer
    AÖF – Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser
    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
    Tel.: 0664 793 07 89
    www.aoef.at

     

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