Ausstellungseröffnung und Ausstellung "Asozial"

Datum (Beginn): Montag, 25. November 2019
Datum (Ende): Montag, 25. November 2019
Beginn: 18:30 Uhr
Ende: Uhr

 

 

     

"Das Gemeinsame über das Trennende zu stellen, ist Voraussetzung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dieser ist aktuell gefährdet. Sozialabbau, Umweltzerstörung, Migration, Digitalisierung und Globalisierung sind Schlagworte für Entwicklungen, die vielfach ein Gefühl der Angst und Ohnmacht auslösen.
Kommt es zu gesellschaftlichen Problemen, und wann gibt es die nicht, werden rasch Sündenböcke an den Pranger gestellt. Menschen, die ohnehin benachteiligt sind, gelten dann als Grund für die Probleme, nicht aber Politik oder Wirtschaft. Politische Gruppierungen machen Stimmung gegen „Fremde“, „Faule“ und „Unnütze“. Damit untergraben sie grundlegende Werte des guten Zusammenlebens in Demokratien.
Ein Forschungsprojekt am Institut für Konfliktforschung widmete sich der Verfolgung von als „asozial“ stigmatisierten Frauen im Nationalsozialismus. Damals teilte eine staatlich organisierte rassistische Politik die Gesellschaft in Zugehörige und Nicht-Zugehörige. Parallelen zu Ausgrenzungsdiskursen von heute sind unübersehbar.
Die Kontinuitäten im Umgang mit vermeintlich „Anderen“ werden in dieser Ausstellung thematisiert. Sie zeigt, dass Ausgrenzung, Stigmatisierung und Disziplinierung eine jahrhundertealte Geschichte haben, die in der Radikalisierung im Nationalsozialismus ihren Höhepunkt, nicht aber ihren Endpunkt fand."

Ausstellungszeitraum: 26.11. bis 10.12. Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr

Ort: Kunstuniversität Linz, Brückenkopf Ost, Hauptplatz 6, 4020 Linz

Kosten: kostenlos

Anmeldung: nicht erforderlich

Event-Link: https://www.linz.at/frauen/5015_103436.php 

Veranstaltet von: "Johannes Kepler Universität (JKU)
Kunstuniversität Linz
Frauenbüro der Stadt Linz
Institut für Konfliktforschung
Conflict, Peace and Democracy Cluster - CPDC (Uni Graz)"

Die Informationsstelle gegen Gewalt wird gefördert von

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