News:

TV-Beitrag anlässlich des Fünffach-Mordes in Kitzbühel

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PULS 24 am 12. August 2020: Gewalt an Frauen: Was macht das eigene Haus für Frauen so gefährlich? Maria Rösslhumer, AÖF-Geschäftsführerin, spricht im Interview mit PULS 24-Moderator Anchor Rene Ach über...

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Szenische Lesung "Hinter der Fassade" online

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Für jene, die nicht live dabei sein konnten und für die, die es nochmal sehen wollen: Die Online-Aufführung der Szenischen Lesung "Hinter der Fassade" des Jungen Volkstheaters vom 5. Juni...

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Erste große Studie über Covid19 und häusliche Gewalt in Deutschland

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Anfang Juni hat die Technische Universität München die erste große Studie über Covid19 und häusliche Gewalt in Deutschland veröffentlicht. Diese erste große repräsentative Umfrage zu häuslicher Gewalt während der Corona-Pandemie in...

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Neue Spots: Zivilcourage gegen Partnergewalt und Männer gegen Gewalt an Frauen

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Nachbar*innen sind sehr wichtig bei häuslicher Gewalt und insbesondere in Zeiten der Covid-19-Krise: Sie können Gewalt verhindern, indem sie die Gewalthandlung unterbrechen oder rechtzeitig Hilfe holen. Hier unser neuer Spot wie...

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Die Frauenhelpline 0800 222 555 hilft auch in Zeiten von Quarantäne

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              Die Frauenhelpline 0800 222 555 hilft auch in Zeiten von Quarantäne Das Corona-Virus und die notwendigen Quarantänemaßnahmen zwingen uns für die nächsten Wochen eine veränderte Lebenssituation auf. Viele Familien werden die...

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Mordfälle

Frauenmorde und Mordversuche 2020 laut Medienberichten

Die Morde an Frauen in Österreich stiegen in den letzten Jahren kontinuierlich an – seit 2014 haben sich die Morde an Frauen verdoppelt.

 Datum         Morde                     Mordversuche / Schwere Gewalt
 24.9.2020   17  21

Projekt-Partnerschaften

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MARVOW – Multi-Agency Responses to Violence Against Older Women

MARVOW Logo

EU-Projekt MARVOW – Multi-Institutionelle Zusammenarbeit bei der Unterstützung von gewaltbetroffenen älteren Frauen

2019-2021
REC-RDAP-GBV-AG-2018 856739

Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser – AÖF leitet ab 1. September 2019 bis 31. August 2021 ein Nachfolgeprojekt des EU-Projekts WHOSEFVA und zwar gemeinsam mit fünf Partnerorganisationen: dem Frauen- und Informationszentrum in Tartu, der Universität von Tartu, beide Estland, der Frauenorganisation in Heraklion/Griechenland, dem Europäischen Netzwerk für Täterarbeit mit Sitz in Deutschland sowie dem Europäischen Netzwerk WAVE (Women Against Violence Europe) mit Sitz in Wien/Österreich.

MARVOW konzentriert sich auf die multi-institutionelle Kooperation zur Bewältigung von Gewalt gegen ältere Frauen. Gewalt gegen ältere Menschen ist ein sehr komplexes und vielschichtiges Problem und kann nicht von einer Einrichtung alleine bewältigt werden. Erfahrungen zeigen, dass ältere Gewaltopfer sehr häufig mit mehreren institutionellen AkteurInnen und Einrichtungen gleichzeitig konfrontiert sind, diese aber oft nicht kooperieren oder zusammenarbeiten (können). Es gibt auch noch keine oder kaum interdisziplinäre oder multi-institutionelle Kooperationsmodelle, die speziell für von Gewalt betroffene ältere Frauen konzipiert wurden.

Ziel des Projekts MARVOW soll sein, länderspezifische multi-institutionelle Kooperationsmodelle zu entwickeln, um Lücken und Defizite im Gewaltschutzbereich aufzuzeigen und diese gemeinsam mit den relevanten Einrichtungen, die mit Opfern und Tätern arbeiten, zu schließen und die Situation von gewaltbetroffenen älteren Frauen zu verbessern. Dabei soll das Wissen der Praktizierenden und Personen aus allen relevanten Organisationen über Gewaltprävention und Gewalt gegen ältere Frauen verbessert werden. In allen teilnehmenden Ländern werden daher multi-institutionelle Kooperationen in 6 Regionen eingerichtet (Österreich wird es in Salzburg und Oberösterreich implementieren) und alle TeilnehmerInnen werden geschult und umfassend informiert. Danach werden Fallkonferenzen zum Thema ältere weibliche Gewaltopfer stattfinden, um die multi-institutionelle Zusammenarbeit zu erproben und um vor allem die Gewaltopfer zu unterstützen. Nach der Implementierung sollen weitere Städte dieses Modell übernehmen und im eigenen Land verbreiten.

Bei MARVOW geht es auch um die Identifizierung von gewaltbetroffenen älteren Frauen und es baut dabei auf die Erkenntnisse des EU-Daphne-Projekts WHOSEFVA, bei dem wir mit Verantwortlichen aus dem Pflege- und Gesundheitsbereich zusammengearbeitet haben. Unter anderem mussten wir feststellen, dass die Praktizierenden bei der Identifizierung von Gewaltopfern sich oft unsicher waren wie sie vorgehen sollten, da ältere Opfer zahlreiche Herausforderungen zu bewältigen haben.

Dies liegt daran, dass ältere Opfer in die Kluft zwischen zwei Formen familiärer Gewalt geraten: Gewalt in der Partnerschaft und Gewalt gegen ältere Menschen. Partnergewalt gegen ältere Frauen kann eine Fortsetzung des langjährigen Missbrauchs durch einen Ehepartner sein oder Gewalt kann erst im Alter beginnen. In beiden Fällen können ältere Frauen mit zahlreichen Hindernissen konfrontiert sein, die sie zwingen in einer langjährigen Beziehung zu bleiben und keinen Ausweg aus der Gewalt finden. Es kommt vor, dass Opfer ihren Misshandler pflegen und diesen aus Pflichtgefühl nicht verlassen oder glauben ihn nicht verlassen zu können. Erschwerend kommt hinzu, dass Täter möglicherweise an kognitiven Beeinträchtigungen oder psychischen Erkrankungen leiden. Die Gewalttäter bei älteren Frauen sind meist die eigenen Partner und Ehemänner, aber es können auch andere Familienmitglieder wie erwachsene Kinder, Enkelkinder, andere Verwandte oder bezahlte BetreuerInnen sein.

Die Zielgruppen von MARVOW sind VertreterInnen aus dem Alten- und Pflegebereich, aus dem Gesundheitsbereich, SozialarbeiterInnen, Mobile Dienste, Anbieter von 24-Stunden-Betreuungsdiensten, Seniorendienste, Polizei, Opferschutzeinrichtungen, Männerberatungsstellen, und politische Entscheidungsträger auf lokaler und nationaler Ebene, die die Umsetzung erleichtern und die Ergebnisse skalieren können.

Das Projekt wird auch von sogenannten AssoziationspartnerInnen, wie dem Innenministerium und dem Verein Pro Senectute in Österreich unterstützt. In Estland wird MARVOW vom Vorstand der Sozialversicherung und der Abteilung für Soziale Services (Social Services Department) und der Polizei unterstützt, in Griechenland von der regionalen Gesundheitsbehörde auf Kreta, aber auch von den Gemeinden Festo und Viannos auf Kreta. In Deutschland erhalten wir Unterstützung durch das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf und von der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten von Berlin. Darüber hinaus wird das Projekt auch von der Frederic University of Cyprus unterstützt.


Kontakt:
Maria Rösslhumer, Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser – AÖF, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 0664 793 07 89

Website: https://marvow.eu/

Die Informationsstelle gegen Gewalt wird gefördert von

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