News:

Spendenparlament unterstützt AÖF-Projekt für gewaltbetroffene ältere Frauen

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Das Wiener Spendenparlament unterstützt das AÖF-Projekt „Arbeiten mit Gesundheitseinrichtungen zur Unterstützung von gewaltbetroffenen älteren Frauen“. Das Wiener Spendenparlament – Stimmen gegen Armut unterstützt Projekte in Wien und Umgebung, die sich für...

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Erste Reaktionen auf die AÖF-Wunschzettel-Aktion

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Auch dieses Jahr gibt es wieder die Aktion Wunschzettel des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF): http://wunschzettel.aoef.at/ Die Aktion Wunschzettel der autonomen Frauenhäuser wurde ins Leben gerufen, um besonders in der Weihnachtszeit...

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Publikation zur Ringvorlesung "Eine von fünf" erschienen

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Eine von Fünf – Gewaltschutz für Frauen in allen Lebenslagen Ende November ist im Verlag Edition Ausblick der Sammelband „Eine von Fünf – Gewaltschutz für Frauen in allen Lebenslagen“ erschienen. Vortragende...

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Ausstellung "Silent Witnesses" in Vöcklabruck

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Mit den Silent Witnesses gedenken wir Frauen, die von ihren Partnern oder ehemaligen Partnern ermordet wurden. Jede Figur steht stellvertretend für eine Frau, die in den vergangenen Jahren in Österreich...

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Neuer Frauenhelpline-Spot: Keine Ausreden bei Gewalt

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Mit der neuen Kampagne der Autonomen Österreichischen Frauenhäuser "Keine Ausreden bei Gewalt" soll auf die Sprachlosigkeit der Opfer bei Gewalt gegen Frauen und Kinder aufmerksam gemacht werden. Typische „Ausreden“ der Opfer...

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PA 23.02.2017 Appell zum Unterzeichnen: Gerechtigkeit für von Gewalt betroffene Frauen ohne Dokumente

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Europäischer Tag der Kriminalitätsopfer:

Wenn Sie glauben, dass alle Frauen Zugang zu Hilfsleistungen und Gerechtigkeit bekommen sollten, sobald sie Opfer eines Verbrechens werden, dann unterzeichnen Sie den Pledge!
http://www.wave-stepup.org

Brüssel, 22. Februar 2017 – Gestern war der Europäische Tag der Kriminalitätsopfer. Gewalt gegen Frauen in Europa ist ein weit verbreitetes, aber viel zu wenig ernst genommenes Phänomen. Zwei von drei Frauen, die in der EU Opfer von körperlicher oder sexueller Gewalt wurden, haben -  laut einer EU Studie von 2014 - nach der schweren Gewalterfahrung weder die Polizei noch eine andere Hilfsorganisation kontaktiert.

Es gibt viele Gründe, warum eine Frau sich nicht traut, Gewalt anzuzeigen oder Unterstützung zu holen. Für Frauen ohne Dokumente, die einen prekären Aufenthaltsstatus haben, kann die Suche nach Hilfe zu einer Inhaftierung oder Abschiebung führen.

Dies war bei Maria der Fall, eine indigene Frau aus Peru, die in Armut lebte und langjährige Gewalt erfahren musste. Maria wanderte nach Spanien aus, um nach Arbeit zu suchen und um Geld an ihre beiden Kinder zu schicken, die bei ihrer Großmutter zurückblieben. In Spanien arbeitete sie als Kindermädchen in sehr ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen, während sie Geld an ihre Familie in Peru schickte. Kurz darauf verlor sie ihren Job und traf einen Mann aus Großbritannien, der ihr ein glückliches Leben versprach. Nachdem sie geheiratet hatten, zog Maria zu ihm nach Großbritannien, aber ihr Partner nahm ihr ihren Pass weg, suchte auch nicht um ein Visum für Maria an und ließ sie ohne Dokumente. Ihr Mann drohte ständig, sie bei der Einwanderungsbehörde zu melden und ihr die kleine Tochter wegzunehmen. Nach mehreren Jahren von schweren körperlichen und psychischen Gewalttätigkeiten lief Maria davon. Aber sie hatte Angst, die Gewalterlebnisse zu melden und danach abgeschoben zu werden. Sie hatte kein Geld und fing an, unter ausbeuterischen Bedingungen – sie verdiente viel weniger als den nationalen Mindestlohn – in Reinigungsbüros zu arbeiten, weil ihr Arbeitgeber wusste, dass sie keine Dokumente hatte. Schließlich wurde Maria in Großbritannien inhaftiert und leidet seither an einer schweren Depression.

"Situationen wie Maria gibt es viel zu häufig und sie resultieren aus einer Politik, die Einwanderungsgesetze gegen den Schutz und die Unterstützung von Verbrechensopfern in Kraft setzt. Diese Maßnahmen verstärken das Risiko der Viktimisierung von Frauen und schwächen die Konsequenzen gegen Täter, was unweigerlich alle Bemühungen zur Verhinderung von Gewalt gegen Frauen unmöglich macht ", sagte Michele LeVoy, Direktor von PICUM.

"Die niederländische Polizei hat eine offizielle nationale Politik verabschiedet, die es Menschen ohne Identitätsnachweise ermöglicht, der Polizei als Opfer oder Zeuge ein Verbrechen zu melden, ohne Angst davor zu haben, verhaftet zu werden, weil sie keine Dokumente haben. Ich fordere andere Polizeikräfte auf, einen solchen Opfer-zentrierten Ansatz zu setzen und zu erkennen, dass es der beste Weg ist, um das Vertrauen und die Sicherheit in unseren Gemeinden zu bewahren.

„Anlässlich des Europäischen Tages der Kriminalitätsopfer, fordern wir Polizei, Hilfsorganisationen und Justiz auf, gegen Gewalt an Frauen aufzustehen und sicherzustellen, dass alle Frauen angstfrei und sanktionsfrei Gewalt anzeigen können und Unterstützung erhalten, unabhängig ihres Aufenthaltsstatus, betont Rosa Logar, Vorsitzende und Mitbegründerin von WAVE.

Wenn Sie glauben, dass Maria und alle Frauen unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus in der Lage sein sollten, sich der Polizei und Hilfsorganisationen anzuvertrauen, um Hilfe und Gerechtigkeit zu erhalten, dann sollten Sie handeln. Klicken Sie hier, um unseren Pledge auf http://www.wave-stepup.org/  zu unterschreiben und überlegen Sie, was Sie sonst noch tun können, um eine Verbesserung zu bewirken.

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Notizen:

WAVE Step Up! Kampagnenseite: http://www.wave-stepup.org/

EU-Agentur für Grundrechte (2014), "Nicht gemeldete Gewalt gegen Frauen misst das wahre Ausmaß des Problems": http://fra.europa.eu/en/press-release/2014/unreported-violence-against-women-masks-true-extent-problem

Web-Dokumentarfilm über die Realität der Frauen ohne Papiere in Europa: https://vimeo.com/channels/undocumentary/42891403

Strategien zur Beendigung doppelter Gewalt gegen Frauen ohne Papiere - Schutz der Rechte und Gewährleistung der Gerechtigkeit, PICUM.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie:

Elisabeth Schmidt-Hieber, PICUM Kommunikationsbeauftragte, +32 2 210 1780
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; http://www.picum.org

Kelly Blank, Netzwerk & Projektkoordinator WAVE, +43 (0) 1 5482720 421
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; http://www.wave-network.org

 

 

Frauenhelpline gegen Gewalt 0800 / 222 555
österreichweit – kostenlos – rund um die Uhr – anonym – vertraulich
Weitere Informationen unter www.frauenhelpline.at


Rückfragehinweis:

Mag.a Maria Rösslhumer
Telefon: 0664/793 07 89
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
Web: www.frauenhelpline.at 

Die Informationsstelle gegen Gewalt wird gefördert von

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