News:

Spendenparlament unterstützt AÖF-Projekt für gewaltbetroffene ältere Frauen

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Das Wiener Spendenparlament unterstützt das AÖF-Projekt „Arbeiten mit Gesundheitseinrichtungen zur Unterstützung von gewaltbetroffenen älteren Frauen“. Das Wiener Spendenparlament – Stimmen gegen Armut unterstützt Projekte in Wien und Umgebung, die sich für...

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Erste Reaktionen auf die AÖF-Wunschzettel-Aktion

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Auch dieses Jahr gibt es wieder die Aktion Wunschzettel des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF): http://wunschzettel.aoef.at/ Die Aktion Wunschzettel der autonomen Frauenhäuser wurde ins Leben gerufen, um besonders in der Weihnachtszeit...

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Publikation zur Ringvorlesung "Eine von fünf" erschienen

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Eine von Fünf – Gewaltschutz für Frauen in allen Lebenslagen Ende November ist im Verlag Edition Ausblick der Sammelband „Eine von Fünf – Gewaltschutz für Frauen in allen Lebenslagen“ erschienen. Vortragende...

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Ausstellung "Silent Witnesses" in Vöcklabruck

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Mit den Silent Witnesses gedenken wir Frauen, die von ihren Partnern oder ehemaligen Partnern ermordet wurden. Jede Figur steht stellvertretend für eine Frau, die in den vergangenen Jahren in Österreich...

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Neuer Frauenhelpline-Spot: Keine Ausreden bei Gewalt

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Mit der neuen Kampagne der Autonomen Österreichischen Frauenhäuser "Keine Ausreden bei Gewalt" soll auf die Sprachlosigkeit der Opfer bei Gewalt gegen Frauen und Kinder aufmerksam gemacht werden. Typische „Ausreden“ der Opfer...

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PA 23.04.2015 Neuer Leitfaden zur Berichterstattung über Gewalt an Frauen

 

Österreichische Medien berichten oft unsensibel über Gewalt an Frauen. Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) und der Presserat präsentierten gemeinsam neuen Leitfaden.Podium von links Maria Rösslhumer, Brigitte Geiger, Alexander Warzilek, Birgit Wolf


Vom 8. März, dem Internationalen Frauentag, bis Mitte April 2015 führte der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) eine Medienbeobachtung mit dem Fokus auf die Darstellung von Frauen in österreichischen Printmedien durch. Das Ergebnis ist ernüchternd: Täglich ist in den österreichischen Printmedien mindestens ein Beitrag zu finden, der Frauen auf diskriminierende Weise darstellt. Vorurteile über das „schwache Geschlecht“ finden sich darunter ebenso wie sexistische Darstellungen in Bild- und Textform. Besonders gravierende Folgen ziehen unsensible Berichte über Gewalttaten an Frauen nach sich: Die Betroffenen erleben dadurch erneut Gewalt.

 


Bild: Verein AÖF

von links: Maria Rösslhumer, Brigitte Geiger,
Alexander Warzilek, Birgit Wolf

Neuer Leitfaden „Verantwortungsvolle Berichterstattung für ein gewaltfreies Leben“

Vor diesem Hintergrund wurde heute Vormittag der neue Leitfaden „Verantwortungsvolle Berichterstattung für ein gewaltfreies Leben“ bei einem Pressefrühstück vorgestellt, den der Verein AÖF im Rahmen der Kampagne zur Verhinderung von Gewalt an Frauen und Kindern „GewaltFREI LEBEN“ erstellte. Einer der Kooperationspartner ist der Presserat. Der Leitfaden informiert über Ursachen, Hintergründe und Folgen von Gewalt an Frauen und Kindern und beschreibt, worauf es bei einer verantwortungsvollen Berichterstattung zum Schutz der Betroffenen ankommt.


Wichtige Rolle der Medien bei Gewaltprävention
Gerade Medien können mit differenzierten und sensiblen Berichten über Gewalt an Frauen wesentlich zur Gewaltprävention beitragen. Berichte über Gewalttaten sollen sachlich informieren und Unterstützungsangebote aufzeigen, die die Betroffenen ermutigen, sich die benötigte Hilfe zu holen. Bei Interviews mit Betroffenen von Gewalt sind Respekt und Zurückhaltung geboten. Das Infragestellen von Schuld und Verantwortung, besonders häufig bei sexueller Gewalt, verstärkt hingegen das Leid der Betroffenen und lässt in der Öffentlichkeit ein falsches Bild entstehen.
Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des Vereins AÖF, appellierte bei der Präsentation an die Medien: „Journalistinnen und Journalisten können mithelfen, ein Klima zu schaffen, in dem Gewalt an Frauen und Kindern nicht akzeptiert wird. Unser Leitfaden ist ein Ratgeber für die Medienschaffenden, richtet sich aber auch an Betroffene, die mit Medien und der Öffentlichkeit in Berührung kommen.“
Alexander Warzilek, Geschäftsführer des Presserats, wies bei der Vorstellung des Leitfadens darauf hin, dass auch der Presserat Betroffene von Gewalt unterstützt: „Der Presserat steht Betroffenen kostenlos zur Verfügung. Medienberichte, die die Intimsphäre oder die Menschenwürde verletzen, werden von uns nicht toleriert.“


Die Kampagne GewaltFREI LEBEN
GewaltFREI LEBEN ist eine zweijährige österreichweite Kampagne zur Verhinderung von Gewalt an Frauen und Kindern. Sie ist eine Maßnahme des Nationalen Aktionsplans (NAP) zum Schutz von Frauen vor Gewalt des Bundesministeriums für Bildung und Frauen (BMBF).
Die Kampagne wird vom BMBF gesteuert und vom Verein AÖF koordiniert. Die Finanzierung erfolgt durch die Europäische Kommission und das BMBF.
Im Rahmen von GewaltFREI LEBEN werden zahlreiche Projekte verwirklicht, die für das Thema Gewalt an Frauen und Kindern sensibilisieren und wertvolle Präventionsarbeit leisten. Dazu zählt auch die intensivierte Zusammenarbeit mit MedienvertreterInnen, wofür der Leitfaden als Anregung und Handreichung für eine verantwortungsvolle Berichterstattung erarbeitet wurde. 

Nähere Informationen zur Kampagne „GewaltFREI LEBEN“ finden Sie unter www.gewaltfreileben.at.  Den Leitfaden können Sie unter „Material“ downloaden.


Die Pressemappe mit Presseaussendung, Presseunterlage und Foto können Sie hier als ZIP-Datei downloaden: Pressemappe


Rückfragehinweis:
Silvia Samhaber, Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser, AÖF
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Telefon: 01/544 08 20 23

Damit der Leitfaden möglichst viele Interessierte erreicht, würden wir uns über Ihre Unterstützung freuen, indem Sie den Link zum Leitfaden auf Ihre Website aufnehmen und auf Ihren Social-Media-Kanälen teilen!
Link zum Leitfaden: http://www.gewaltfreileben.at/images/Bilder/PDFs/Interaktives_PDF_final_gewaltfrei_Verantwortungsvolle_Berichterstattung_A4_WEB.pdf

Die Informationsstelle gegen Gewalt wird gefördert von

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