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EU-Projekt RESPONSE – Multi-institutionelle Verantwortung im Frauengesundheitsbereich bei Verdacht auf geschlechterbasierter Gewalt bei schwangeren Frauen und Müttern

Ziel ist es, die Zahl der betroffenen Patientinnen, die sich medizinischem Personal anvertrauen und daraufhin an Opferschutzeinrichtungen weitervermittelt werden können, zu erhöhen Forschungsergebnisse zeigen, dass Frauen, die Betroffene von geschlechterbasierter Gewalt...

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Handbuch zur Prävention geschlechtsbasierter …

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Handbuch zur Prävention geschlechtsbasierter Gewalt in der Flüchtlingsbetreuung

Neuer Leitfaden "Gemeinsam Gewaltfrei" der Johanniter-Flüchtlingshilfe Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser setzt sich für alle Frauen ein, die auf der Flucht vor jeglicher Form von Gewalt sind, egal ob im familiären...

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Internationaler Frauentag: dm setzt sichtbare…

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Internationaler Frauentag: dm setzt sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Frauenhelpline auf dm Taschentücherndm setzt sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen dm drogerie markt setzt ein klares Zeichen gegen Gewalt an Frauen: Auf allen losen Taschentüchern der dm Marke Soft &...

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Plausch & Tausch für den guten Zweck

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Plausch & Tausch für den guten Zweck

Ein Frühlings-Tausch-Event zur Unterstützung der Autonomen Frauenhäuser. Jede von uns kennt das: Wir hängen an Dingen, die nur hängen - im Kleiderkasten. Uns liegt an Pullovern und Accessoires, die bloß noch...

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Der Verein AÖF trauert um Sabine Oberhauser

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Der Verein AÖF trauert um Sabine Oberhauser

  Der Verein AÖF trauert zutiefst um Sabine Oberhauser Die Mitarbeiterinnen der autonomen Frauenhäuser, der Frauenhelpline und des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) sind zutiefst betroffen und traurig über den Tod von...

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PA 09.07.2014 Frauenfeindlichkeit ist in Österreich salonfähig

Nach Shitstorm-Attacke nun Morddrohungen gegen Bundesministerin Heinisch-Hosek
Stellungnahme des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser und des Netzwerks österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen


Frauen „mitzumeinen“ ist eine Form von subtiler Diskriminierung. Morddrohungen gegenüber der Frauenministerin auszusprechen, weil sie auf diese Diskriminierung hinweist, ist ein öffentlicher Akt von Frauenverachtung. „Es braucht scheinbar nicht viel, um zu zeigen, was an frauenfeindlichen Tendenzen da ist!“, so Elisabeth Cinatl, Vereinsvorsitzende des Netzwerks österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen.

Mit Bestürzung stellen die Autonomen Österreichischen Frauenhäuser (AÖF) und das Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen fest: Frauenfeindlichkeit und die Diskriminierung von Frauen werden in Österreich scheinbar wieder salonfähig. Das geht sogar soweit, dass Bundesministerin Heinisch-Hosek – mittlerweile zum zweiten Mal – Polizeischutz benötigt, weil sie sich öffentlich für die Rechte von Frauen einsetzt!

Die schlechte wirtschaftliche Lage und die Finanzkrise haben zu einer gesellschaftlichen Entsolidarisierung geführt. Daraus entstand ein fruchtbarer Nährboden für die unterschiedlichen Formen von Gewalt. Gerade in solchen Krisenzeiten ist es wichtig, dass PolitikerInnen ihre Vorbildfunktion wahrnehmen und klar Position beziehen: für Solidarität und Respekt und gegen Gewalt an Frauen. Es ist erschütternd, dass sich kein Regierungsmitglied mit Gabriele Heinisch-Hosek öffentlich solidarisiert und Stellung bezogen hat.

Der gesellschaftliche Backlash hin zu einem traditionell-patriarchalen Geschlechterverständnis ist äußerst beunruhigend. Zudem werden die Errungenschaften der letzten 30 Jahre, in denen der Staat auf den Säulen Solidarität und Gerechtigkeit aufbaute, immer mehr demontiert.

Die Frauenbewegung hat in Bezug auf gleiche Rechte für Frauen viel erreicht und dennoch hat sich auf zwei Gebieten kaum etwas verändert: Gleichbehandlung in der Erwerbsarbeit (geringere Löhne bei gleicher Arbeit, Teilzeitanstellungen, prekäre Arbeitsverhältnisse…) und die sogenannte Care-Arbeit (für Mitmenschen sorgen und sich um sie kümmern), die nach wie vor zum Großteil unbezahlt von Frauen erledigt wird. Gerade deshalb sind Frauen mit ihren geringeren Erwerbszeiten die Hauptleidtragenden der Pensionsreform, in der der Durchrechnungszeitraum signifikant erhöht wurde.

Die Auswirkungen der Ungleichbehandlung erleben die Beraterinnen der Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen in ihrer alltäglichen Arbeit: Mehrfachbelastungen und häusliche Gewalt. Frauen, die ihre Angehörigen pflegen, (Enkel-)Kinder betreuen und einer Erwerbstätigkeit nachgehen, sind hohen Belastungen ausgesetzt, die überfordernd und erschöpfend sind. Sie fühlen sich allein gelassen und als Versagerinnen, wenn sie „nicht alles unter einen Hut bekommen“. Hier gilt es noch viel Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit zu leisten, damit bezahlte und unbezahlte Arbeiten zwischen Frauen und Männern gleich verteilt werden.
Es gilt umfassende Bewusstseinsarbeit zu leisten, denn ein frauenfeindliches gesellschaftliches Klima, das geprägt ist von fehlender gesellschaftlicher Unterstützung, ist ein Nährboden für häusliche Gewalt an Frauen.

Das Netzwerk und der Verein AÖF erklären sich mit Frauenministerin Heinisch-Hosek, den  Grünen und allen Menschen, die sich für Respekt gegenüber Frauen einsetzen, solidarisch, mit dem Ziel, dass es in Österreich (wieder) ein Klima der Anerkennung und Gleichwertigkeit der Geschlechter gibt.


Das Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen ist eine Dachorganisation von derzeit 58 Frauen- und Mädchenberatungsstellen aus allen neun Bundesländern. Der gleichnamige Verein wurde 1995 gegründet.: http://www.netzwerk-frauenberatung.at

Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) ist das Netzwerk der autonomen Frauenhäuser in Österreich, der sich 1988 als Zusammenschluss der Mitarbeiterinnen der autonomen Frauenhäuser in Österreich gegründet hat. Der Verein ist Informationsdrehscheibe für seine Mitglieder und nimmt die Interessen der österreichischen Frauenhausbewegung wahr: www.aoef.at

 

Rückfragehinweis:
Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen
Tel.: 01/595 37 60; e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
zvr 851 336 534

Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser
Tel.: 01/544 08 20; e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
zvr 187612774

Wien, 9. Juli 2014

Die Informationsstelle gegen Gewalt wird gefördert von

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